Ein weiterer Name im Terim-Fonds aufgetaucht: Auffälliges Detail zu Ünal Aysal
In den Fall des hochverzinsten, auf Fremdwährungen basierenden Fonds, der in der Öffentlichkeit als „Fatih-Terim-Fonds“ bekannt ist, ist nun auch der Name des Unternehmens des ehemaligen Galatasaray-Präsidenten Ünal Aysal verwickelt.
12punto
In den Fall des hochverzinsten, auf Fremdwährungen basierenden Fonds, der in der Öffentlichkeit als „Fatih-Terim-Fonds“ bekannt ist, ist nun auch der Name des Unternehmens des ehemaligen Galatasaray-Präsidenten Ünal Aysal in Dokumenten aufgetaucht, die angeblich von der Denizbank-Filialleiterin Seçil Erzan erstellt wurden.
Dem Bericht von Can Bursalı von Gazete Duvar zufolge war eines der Dokumente, die Bahçekapılı der Bank vorlegte, ein Screenshot einer E-Mail, die ihm von Erzan geschickt worden war. In dieser E-Mail ist zu sehen, dass Erzan den Stempel der Denizbank verwendete, den sie selbst unterzeichnete, und dass eine Zahlung in Höhe von 1 Million 400 Tausend Dollar geleistet wurde.
Im Absenderfeld der E-Mail befindet sich ein Benutzername mit der Endung Denizbank, im Empfängerfeld ein Benutzername mit der Endung UNIT. In der Betreffzeile der E-Mail steht der Hinweis 'Information zum Status der Sammelzahlung'.
Der Name von Volkan Bahçekapılı, der weder im Absender- noch im Empfängerfeld erscheint, wird in der E-Mail wie folgt erwähnt:
„Sehr geehrte Damen und Herren, das Ergebnis für 17.03.2023 efyt liegt vor. Die Zahlungsdetails sind aufgelistet.“
„ERZAN HAT FÄLSCHUNGEN VORGENOMMEN“
Im Bericht der Revisionsabteilung der Bank wird betont, dass Bahçekapılı die leicht erkennbaren Unregelmäßigkeiten nicht bemerkt habe. Zudem wird in dem Bericht festgestellt, dass Erzan ein gefälschtes Dokument erstellt habe, indem sie eine echte E-Mail-Ansicht manipulierte und die Unterschriften auf dem Dokument selbst leistete.
Die UNIT Group, an die die E-Mail gesendet wurde, gehört dem ehemaligen Galatasaray-Präsidenten Ünal Aysal. Aysal tätigt gemeinsam mit seinen internationalen Partnern in der UNIT Group Energieinvestitionen im Iran.
„KEIN FONDS, SONDERN BETRUG“
Der Vorsitzende des Kapitalmarktrates (SPK), İbrahim Ömer Gönül, äußerte sich zu dem Fall des als „geheimer Fonds mit hoher Rendite“ bekannten Verfahrens wie folgt: „Bei dem fraglichen Vorfall handelt es sich um einen Betrugsfall. Nach den Kapitalmarktgesetzen ist dies kein Fonds, sondern reiner Betrug.“
UNIT GROUP GAB FOLGENDE STELLUNGNAHME ZU DEN VORWÜRFEN AB
Sehr geehrte Pressevertreter,
Aufgrund der Tatsache, dass der Name unseres Unternehmens über soziale Medien in Dokumente verwickelt wurde, die angeblich von der ehemaligen Leiterin der Denizbank-Filiale Levent, Seçil Erzan, erstellt wurden, um ihre Opfer zu täuschen – die sich wegen des Vorwurfs des Betrugs an zahlreichen Fußballspielern und Geschäftsleuten in Untersuchungshaft befindet –, ist es notwendig geworden, eine Erklärung abzugeben.
Die Denizbank gehört zu den Banken, mit denen die Unit Group bei ihren Finanzaktivitäten in der Türkei zusammenarbeitet. Die hier gezeigten Informationen und Dokumente sind jedoch völlig unwahr.
Weder unser Unternehmen noch unsere Führungskräfte haben irgendeine Bekanntschaft mit den beschuldigten Personen, noch haben wir irgendeine Verbindung zu den gezeigten gefälschten Dokumenten und Transaktionen. Wir betrachten es als unsere Pflicht, der Öffentlichkeit unser Bedauern und unsere Bestürzung darüber mitzuteilen, dass der Name unserer Unternehmen in einem solchen Betrugsfall verwendet wurde.
Mit freundlichen Grüßen