Eine Katastrophe mit Ansage: Neue Details zum Schulmassaker in Kahramanmaraş

Die Versäumnisse und erschütternden Details hinter dem bewaffneten Angriff auf die Ayser-Çalık-Mittelschule in Kahramanmaraş haben den Weg in die Katastrophe offengelegt.

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In den vergangenen Tagen sind neue Details zu dem Schulangriff in Kahramanmaraş bekannt geworden, bei dem 10 Menschen ihr Leben verloren. Laut der Vorsitzenden des Elternbeirats, Hülya Çevik, waren die psychischen Probleme des Schülers und Täters İsa Aras Mersinli bereits im Vorfeld bekannt und er wurde eine Zeit lang engmaschig betreut. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass der Prozess, der zu diesem Vorfall führte, mit der Versetzung des stellvertretenden Schulleiters Alparslan Yıldırım an eine andere Schule vor einem Monat begann; er hatte den Schüler täglich kontrolliert und dessen psychologische Betreuung sichergestellt.

Einige Eltern an der Schule behaupteten zudem, dass die Familie von Mersinli ihren Einfluss genutzt habe, um frühere negative Verhaltensweisen zu vertuschen. Ein Elternteil gab an, dass der Täter sich vor Kurzem selbst verletzt habe, der Vorfall jedoch nicht in den Bericht aufgenommen wurde, da sein Vater Polizeichef sei.

Es kam auch ans Licht, dass Mersinli den Angriff bereits Monate im Voraus geplant und diese Pläne in digitalen Umgebungen geteilt hatte. Nach Angaben eines ausländischen Bekannten gab sich der Täter auf Social-Media-Plattformen wie Discord und Reddit als Frau aus, erklärte, homosexuelle Neigungen zu haben, und postete mehrfach, dass er einen „Schulangriff verüben werde“. Die Menschen in seinem Umfeld nahmen diese Aussagen jedoch nicht ernst, da sie sie für Scherze hielten.

Nach dem Vorfall wurden die digitalen Gemeinschaften, in denen sich Mersinli aufhielt, gesperrt. Zudem wurde im Rahmen der Ermittlungen bekannt, dass sein Vater Uğur Mersinli auf seinen Social-Media-Konten Profilen mit unangemessenen Inhalten für Erwachsene folgte.

"ER FIEL DURCH SEIN VERHALTEN AUF"

Der 14-jährige Ertuğrul Korkmaz, der bei dem Angriff einen Angehörigen verlor, beschrieb das auffällige Verhalten des Täters. Korkmaz betonte, dass İsa Aras aufgrund seiner guten Englischkenntnisse über das Erasmus-Programm nach Polen gereist sei, und sagte: „Er hatte psychische Probleme und hielt sich von seinem Umfeld fern. In der 8. Klasse fing er an, nicht mehr zur Schule zu kommen, und wir hörten, dass er spielsüchtig sei. Er soll täglich stundenlang am Computer verbracht haben. Er starrte die Lehrer minutenlang einfach nur an.“

Während erwartet wird, dass die Sicherheits- und psychologischen Beratungsprozesse an der Schule nach dem Angriff genau unter die Lupe genommen werden, hat die Kette der Versäumnisse, die zu dieser Tragödie führte, in der Öffentlichkeit für großes Aufsehen gesorgt.