Eingreifen bei der Kampagne „Gib mir mein Recht“: 30 Festnahmen

Die Polizei ging in Ankara gegen Arbeiter vor, die sich im Rahmen der von zahlreichen Gewerkschaftsführern und Organisationsspezialisten initiierten Kampagne „Gib mir mein Recht“ versammelt hatten. Nach Angaben von Tarım-Sen wurden 30 Personen festgenommen.

12punto

In der von zahlreichen Gewerkschaftsführern und Organisationsspezialisten initiierten Kampagne „Gib mir mein Recht“ hatten die Gewerkschafter erklärt, dass mit dem im Rahmen des mittelfristigen Programms und des 12. Entwicklungsplans erstellten Programm der Bevölkerung regelrecht der Krieg erklärt wurde, und auf die Notwendigkeit eines gemeinsamen Kampfes gegen dieses Angriffsprogramm hingewiesen.

Die Kampagnengruppe, die auf der Liste der Unterzeichner steht, traf sich heute gemeinsam mit Landwirten in Ankara, um ihre Lebensräume gegen Bergbau-, Energie-, Bau- und Tourismusprojekte zu verteidigen. Die Gruppe stieß jedoch auf polizeiliches Eingreifen. Nach Angaben von Tarım-Sen wurden etwa 30 Personen festgenommen.

Die Unterzeichner der Kampagne listeten ihre Forderungen wie folgt auf:

"Wir sagen 'Gib mir mein Recht' gegen die Beschlagnahmung unserer Abfindungen unter dem Namen Ergänzendes Rentensystem,

gegen die Ausweitung flexibler und prekärer Beschäftigung durch befristete Arbeitsverträge mittels Änderungen im Arbeitsgesetz,

gegen die Verurteilung zur Armut durch die Festlegung der Mindestlohnerhöhung auf Basis der Zielinflation,

gegen die Ausweitung von Plünderung und Raubbau durch die Definition von Bergbauaktivitäten als 'Aktivitäten im öffentlichen Interesse',

gegen die zunehmende Kommerzialisierung unserer Grundrechte wie Bildung, Gesundheit, Energie und Wohnen sowie gegen den Raub durch neue Steuer- und Rechnungserhöhungen als Folge der Sparpolitik"