Ekrem İmamoğlu zur Mindestlohn-Entscheidung und sein Appell: 'Nutzen Sie sofort Ihre Dekretbefugnis'

Der Bürgermeister der Stadtverwaltung Istanbul, Ekrem İmamoğlu, äußerte sich zum für 2024 festgelegten Mindestlohn von 22.104 TL. In einem Beitrag auf seinem Social-Media-Account bezeichnete İmamoğlu den Betrag als unzureichend, kritisierte die Regierung und richtete einen Appell an Präsident Recep Tayyip Erdoğan.

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İmamoğlu wies auf die hohen Lebenshaltungskosten in Istanbul hin und erklärte: „22.104 Lira decken in Istanbul nicht einmal die Miete für einen einzigen Monat.

Diese Entscheidung ist ein regelrechter Hohn gegenüber den 9 Millionen Mindestlohnempfängern und ihren Familien“, so seine Worte.

İmamoğlu betonte, dass die Stadtverwaltung Istanbul (İBB) gezwungen sein werde, ihr Budget für Sozialhilfeleistungen deutlich aufzustocken, und kritisierte die Wirtschaftspolitik der Regierung.

"GEWÄHREN SIE EINE ZUSÄTZLICHE ERHÖHUNG DES MINDESTLOHNS"

İmamoğlu unterbreitete Präsident Erdoğan zwei Vorschläge: Er forderte eine zusätzliche Erhöhung des Mindestlohns sowie die Ankündigung, dass der festgelegte Betrag lediglich eine Regelung für sechs Monate sei.

„Nutzen Sie die Dekretbefugnis, die Sie so häufig einsetzen, bereits morgen, um eine zusätzliche Erhöhung des Mindestlohns zu gewähren, und kündigen Sie an, dass in sechs Monaten eine neue Regelung getroffen wird“, sagte er.

İmamoğlu appellierte an die Regierung, die Kosten ihrer verfehlten Wirtschaftspolitik nicht auf die Bevölkerung abzuwälzen, und betonte die Notwendigkeit, Sozialleistungen zu erhöhen und für Gerechtigkeit bei der Einkommensverteilung zu sorgen.