Elektroauto zu Hause geladen: 840.000 TL Strafe
In Istanbul wurde gegen einen Abonnenten, der ohne Genehmigung eine Ladestation in seinem Wohnhaus installiert hatte, eine Geldstrafe von über 840.000 Lira verhängt, da die Energie über eine Leitung bezogen wurde, die nicht an den Zähler angeschlossen war. Laut Daten der Energiemarktregulierungsbehörde (EPDK) übersteigt die Zahl der Elektrofahrzeuge 400.000, während Experten davor warnen, dass Installationen, die nicht den Vorschriften entsprechen, als „Stromdiebstahl“ eingestuft werden.
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Der Anstieg der Energiekosten auf den globalen Märkten und die Schwankungen bei den Kraftstoffpreisen haben das Interesse an Elektrofahrzeugen in der Türkei auf ein Rekordniveau gehoben. Dieser schnelle Wandel hat jedoch auch unkontrollierte Infrastrukturinstallationen mit sich gebracht. Die schwere Sanktion, mit der ein Nutzer auf der europäischen Seite Istanbuls aufgrund einer von ihm zu Hause installierten Ladestation für Elektrofahrzeuge konfrontiert wurde, hat das Ausmaß der Kontrollen in der Branche verdeutlicht.
Bei Feldkontrollen durch Teams der Boğaziçi Elektrik Dağıtım Anonim Şirketi (BEDAŞ) wurde festgestellt, dass in der betreffenden Wohnung trotz eines bestehenden Abonnementsvertrags eine separate Leitung für die Ladestation verlegt worden war. Bei der Untersuchung wurde ermittelt, dass die Energie direkt zur Station geleitet wurde, ohne den Zähler zu passieren. Aufgrund dieser unzulässigen Nutzung wurde gegen den betreffenden Abonnenten eine Strafe wegen „Stromdiebstahls“ in Höhe von über 840.000 TL verhängt.
ANZAHL DER ELEKTROFAHRZEUGE IN DER TÜRKEI ÜBERSTEIGT 411.000
Dem Bericht „Markt für Ladedienste“ der Energiemarktregulierungsbehörde (EPDK) vom März 2026 zufolge hat die Gesamtzahl der Elektrofahrzeuge auf türkischen Straßen 411.796 erreicht. Die Anzahl der Ladepunkte, die diese Fahrzeuge bedienen, wurde mit 41.938 registriert. Insbesondere die Dynamik bei den Ölpreisen war einer der Hauptfaktoren, die Verbraucher zur Elektromobilität bewegten. Dieser schnelle Anstieg der Fahrzeugzahlen bringt jedoch auch das Risiko von „projektlosen“ Installationen bei Ladestationen für den Hausgebrauch mit sich.
WARNUNG VON EXPERTEN ZU VORSCHRIFTEN UND GENEHMIGUNGEN
Energieexperten, die sich zu diesem Thema äußerten, betonen, dass die Installation einer Ladestation, selbst für den privaten Gebrauch, einem bestimmten Projekt und einer Genehmigung unterliegt. Es wird hervorgehoben, dass Installationen, die ohne die Genehmigung des städtischen Stromverteilungsunternehmens und ohne abgeschlossene Projektgenehmigung durchgeführt werden, große strafrechtliche Risiken bergen.
Experten, die darauf hinweisen, dass Abonnenten unbedingt die Konformität ihrer Ladestationen in ihren Wohnungen mit den Vorschriften überprüfen sollten, erklärten: „Die EPDK-Verordnung ist in dieser Hinsicht sehr klar. Jede Art von Energienutzung, die nicht an den Zähler angeschlossen ist und nicht auf einem genehmigten Projekt basiert, gilt als illegal, unabhängig davon, ob der Abonnent davon weiß oder nicht. Um Probleme zu vermeiden, sollte in Abstimmung mit den Verteilungsunternehmen gehandelt werden.“