Entscheidung des Ministeriums zu Pide mit Kasar-Käse
Das Ministerium für Land- und Forstwirtschaft hat eine neue Beschränkung für die Verwendung von Käse in Produkten wie Pide und Sandwiches eingeführt. Demnach dürfen Produkte, die Schmelzkäse enthalten, nicht mehr unter den Bezeichnungen „Pide mit Kasar“, „Sandwich mit Kasar“ oder „Toast mit Kasar“ verkauft werden.
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Das Ministerium für Land- und Forstwirtschaft hat den Geltungsbereich des im vergangenen Jahr in Kraft getretenen „Kommuniqués über Schmelzkäse“ erweitert und einen neuen Schritt unternommen, um eine Irreführung der Verbraucher zu verhindern. Mit der Änderung im Leitfaden zur Lebensmittelkennzeichnungs- und Verbraucherinformationsverordnung des Türkischen Lebensmittelkodex dürfen viele Produkte, die in Supermarkt- und Restaurantregalen als „mit Kasar“ verkauft werden, aber eigentlich keinen Kasar-Käse enthalten, nicht mehr unter diesem Namen angeboten werden.
SIE DÜRFEN NICHT MEHR „MIT KASAR“ SCHREIBEN
Mit dem neuen Leitfaden wird die Kennzeichnung von Sandwiches und Pide geändert, bei denen anstelle von Kasar-Käse Schmelzkäse verwendet wird. Ein Sandwich, das statt echtem Kasar Schmelzkäse enthält, darf beispielsweise nicht mehr als „Sandwich mit Kasar“, sondern nur noch als „Sandwich mit Schmelzkäse“ bezeichnet werden. Ebenso gilt die Bezeichnung „Pide mit Kasar“ nur noch dann, wenn tatsächlich echter Kasar-Käse verwendet wird. Andernfalls muss das Produkt „Pide mit Schmelzkäse“ heißen.
AUCH IRREFÜHRENDE BEZEICHNUNGEN BEI BAKLAVA VERBOTEN
Die getroffene Regelung beschränkt sich nicht nur auf Käseprodukte. Das Ministerium, das irreführende Angaben auf Lebensmitteletiketten verhindern will, setzt eine ähnliche Praxis auch für Süßwaren um. Süßspeisen, die mit Erdnüssen hergestellt, aber als „Baklava mit Pistazien“ verkauft werden, fallen ebenfalls unter die neue Regelung. Solche Produkte dürfen fortan nur noch mit der Bezeichnung „Baklava mit Erdnüssen“ verkauft werden.
VERBRAUCHER ERHALTEN NUN TRANSPARENTERE INFORMATIONEN
Den Informationen im Lebensmittel-Bulletin zufolge ist das Ziel der Regelung, die korrekte Information der Verbraucher sicherzustellen und Marketingtaktiken zu unterbinden, die nicht mit dem Inhalt übereinstimmen. Auf diese Weise soll der Verbraucher durch eine klarere Angabe der Inhaltsstoffe ohne Täuschung einkaufen können.
KONTROLLEN WERDEN VERSCHÄRFT
Es wird erwartet, dass das Ministerium für Land- und Forstwirtschaft seine Kontrollen in dieser Hinsicht verschärfen wird. Supermärkte, Restaurants und Bäckereien müssen ihre Produkte nun entsprechend den verwendeten Zutaten kennzeichnen. Andernfalls können strafrechtliche Sanktionen verhängt werden.
WAS IST SCHMELZKÄSE?
Gemäß dem Käse-Kommuniqué des Türkischen Lebensmittelkodex wird Schmelzkäse wie folgt hergestellt: Es handelt sich um Käse, der durch das Schmelzen einer oder mehrerer Käsesorten gewonnen wird, wobei bei Bedarf Milchprodukte wie Milchpulver, Molkenpulver, Butter oder Sahne hinzugefügt werden und Emulgiersalze beigemischt werden. Als Emulgiersalze werden in der Regel Trinatriumphosphat (E339), Natriumpolyphosphat (E452i) und Trinatriumcitrat (E331) verwendet.
Andererseits steht auch eine Aktualisierung des derzeit geltenden Käse-Kommuniqués des Türkischen Lebensmittelkodex auf der Tagesordnung. Dem neuen Käse-Entwurf zufolge, der im vergangenen Juli zur öffentlichen Stellungnahme vorgelegt wurde, „wird es verboten sein, Schmelzkäse so herzustellen und in Verkehr zu bringen, dass er an unsere traditionellen und regionalen Käsesorten wie Tulum, Örgü, Çeçil, Dil, Tel, Abaza oder Kasar-Käse erinnert und den Verbraucher irreführt. Im Hauptsichtfeld des Schmelzkäse-Etiketts wird die Schriftgröße des Produktnamens, die derzeit mindestens 1,2 mm beträgt, auf mindestens 3 mm vergrößert.“
(1) „Bewertung der Genotoxizität von als Lebensmittelzusatzstoffe verwendeten Zitronensäure, Ascorbinsäure und Natriumcitrat in menschlichen Lymphozytenzellen“