Entscheidung im Fall von Melisa Yaren Aydınalp, die im Bikini über die Bağdat Caddesi lief
Es wurde eine Entscheidung im Fall von Melisa Yaren Aydınalp getroffen, die auf der Bağdat Caddesi im Istanbuler Stadtteil Kadıköy im Bikini spazieren ging und eine Protestaktion durchführte.
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Melisa Yaren Aydınalp, die mit einem Schild mit der Aufschrift „Freiheit für die Brüste“ im Bikini über die Bağdat Caddesi lief, wurde vorläufig festgenommen.
Wie die Zeitung Sözcü berichtet, wurde Aydınalp, die wegen des Vorwurfs der „Vornahme unzüchtiger Handlungen“ dem Haftrichter vorgeführt wurde, unter Auflagen freigelassen. Sie erhielt ein Ausreiseverbot und muss sich drei Monate lang jeden Montag und Donnerstag bei der nächstgelegenen Polizeidienststelle melden.
„MEINE INTIMEN BEREICHE WAREN NICHT ENTHÜLLT“
Melisa Yaren Aydınalp sagte bei ihrer Befragung durch den Haftrichter Folgendes:
„Die Person auf den gezeigten Aufnahmen bin ich. Ich habe mein Recht auf Protest ausgeübt und bin mit einem Schild, auf dem ‚Freiheit für die Brüste‘ stand, spazieren gegangen. Währenddessen hat mich eine Freundin gefilmt. Keiner meiner intimen Bereiche war entblößt. Ich habe keine unzüchtigen Handlungen begangen. Jedes Mal, wenn ich so oder auch in normaler Kleidung spazieren gehe, werde ich festgenommen.
Diese Situation beeinträchtigt auch mein Studium. Ich beantrage die Ablehnung der gegen mich geforderten Maßnahmen. Ich erlebe ständig dasselbe.“
WAS WAR PASSIERT?
Melisa Yaren Aydınalp hatte am Sonntag, dem 10. Dezember, auf der Bağdat Caddesi eine Protestaktion mit einem Schild durchgeführt. Während des Protests reagierte ein Bürger verärgert auf Aydınalp und zerriss das Schild, das sie in der Hand hielt.
Nachdem das Schild zerrissen worden war, kam es zu einem verbalen Streit zwischen den beiden. Nach dem Vorfall wurde eine Untersuchung gegen Melisa Yaren Aydınalp eingeleitet.