Entscheidung im Prozess um das Isias-Hotel: Untersuchungshaft der Angeklagten wird fortgesetzt
Im Prozess um das Isias-Hotel wurde entschieden, dass die inhaftierten Angeklagten weiterhin in Untersuchungshaft bleiben. Die gerichtlichen Auflagen für die übrigen Angeklagten wurden nicht aufgehoben.
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Im Prozess um das Isias-Hotel in Adıyaman, das bei den Erdbeben vom 6. Februar einstürzte und 72 Menschen unter sich begrub, wurde am vierten Verhandlungstag gegen die elf Angeklagten, von denen sich fünf in Untersuchungshaft befinden, eine Zwischenentscheidung getroffen.
ZWISCHENENTSCHEIDUNG VERKÜNDET
Es wurde entschieden, dass die Untersuchungshaft der inhaftierten Angeklagten Ahmet Bozkurt, Fatih Bozkurt, Efe Bozkurt, Erdem Yıldız und Halil Bağcı fortgesetzt wird, während die nicht inhaftierten Angeklagten weiterhin unter gerichtlicher Aufsicht bleiben. Der Antrag, die Angeklagten persönlich vor Gericht zu bringen, wurde abgelehnt.
Das Gericht ordnete zudem an, die Aufzeichnungen der Überwachungskameras (MOBESE) anzufordern, bei der Staatsanwaltschaft den Sachstand zu den Ermittlungen gegen die Beamten zu erfragen, lehnte Anträge auf Verlegung in andere Gefängnisse ab und ordnete die zwangsweise Vorführung des Zeugen Mustafa Murat Ahmet Kuştepe an.
Die Verhandlung wurde auf den 26. April 2024 vertagt.
DER PROZESS UM DAS ISIAS-HOTEL
Bei den Erdbeben vom 6. Februar mit Epizentrum in Kahramanmaraş kamen im Isias-Hotel in Adıyaman 72 Menschen ums Leben, darunter Sportler, Lehrer, Trainer und Mitglieder des türkischen Reiseleiterverbandes, die für ein Volleyballturnier aus der Türkischen Republik Nordzypern (KKTC) angereist waren. Im Zuge der Ermittlungen wurden fünf Personen inhaftiert. Gegen insgesamt elf Personen wurde Anklage wegen „bewusster fahrlässiger Tötung und Verletzung mehrerer Personen“ erhoben, wofür Haftstrafen von bis zu 22 Jahren gefordert werden.