Entscheidung über Ahmet Kurtuluş nach Vorführung beim Haftrichter gefallen

Der stellvertretende Vorsitzende der Bezirksversammlung Kadıköy, Ahmet Kurtuluş, wurde aufgrund seiner Äußerungen gegenüber der AKP-Abgeordneten Elif Lale Bilgili während einer Sitzung festgenommen. Das Gericht ordnete nach seiner Vorführung beim Haftrichter eine gerichtliche Aufsicht sowie ein Ausreiseverbot an und setzte ihn auf freien Fuß.

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Der stellvertretende Vorsitzende der Bezirksversammlung Kadıköy, Ahmet Kurtuluş (CHP), wurde nach einer Auseinandersetzung in der Versammlung festgenommen und unter dem Antrag auf gerichtliche Aufsicht dem Haftrichter vorgeführt. Der Vorfall ereignete sich nach einem verbalen Schlagabtausch zwischen Kurtuluş und der AKP-Abgeordneten Elif Lale Bilgili.

Der Prozess begann, als Bilgili während der Sitzung das Wort erteilt wurde; Kurtuluş erinnerte sie daran, dass die Redezeit auf 5 Minuten begrenzt sei. Bilgili reagierte auf diesen Hinweis mit der Behauptung, ungerecht behandelt zu werden. Als die Diskussion eskalierte, sorgte Kurtuluş mit der Äußerung 'Werfen wir sie raus' für großes Aufsehen. Nach diesen Aussagen kündigte die CHP an, ein Disziplinarverfahren gegen Kurtuluş eingeleitet zu haben.

Die Generalstaatsanwaltschaft Istanbul leitete gegen Kurtuluş Ermittlungen wegen des Verdachts auf 'Amtsmissbrauch', 'Behinderung der Meinungsfreiheit' und 'Einschränkung des Rechts auf Inanspruchnahme öffentlicher Dienste' ein. In diesem Rahmen wurde Kurtuluş von Polizeikräften festgenommen und nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen zum Justizpalast Anadolu gebracht.

Nach seiner Aussage bei der Staatsanwaltschaft wurde Kurtuluş mit dem Antrag auf gerichtliche Aufsichtsmaßnahmen, wie eine 'Unterschriftspflicht' und ein 'Ausreiseverbot', dem zuständigen Friedensrichter vorgeführt. Das Gericht ordnete gegen Kurtuluş ein Ausreiseverbot an.