Er sagte es Mehmet Şimşek ins Gesicht: Kritik an der Wirtschaftsführung
MÜSİAD-Präsident Burhan Özdemir erklärte, dass das Jahr 2025 für die Industrie ein "Übergangsjahr" voller Kosten und Unsicherheiten werde. Bei dem Treffen, an dem auch Minister Şimşek teilnahm, wurden die Herausforderungen für die Industriellen und die Erwartungen für 2026 erörtert.
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MÜSİAD-Präsident Burhan Özdemir teilte bei einem Treffen, an dem auch der Minister für Schatz und Finanzen Mehmet Şimşek teilnahm, die Prognosen der Industriellen für das Jahr 2025. Özdemir erklärte, dass 2025 kein "Jahr des Gleichgewichts" werde, sondern als "Übergangsjahr" voller Kostensteigerungen und Unsicherheiten erlebt werde. Es fiel auf, dass Minister Şimşek sich Notizen machte, während er Özdemirs Ausführungen zuhörte.
DIE ERWARTUNGEN DER INDUSTRIELLEN VERSCHLECHTERN SICH
Die Ergebnisse einer von MÜSİAD durchgeführten Umfrage zeigten, dass die Rückgänge bei Inlandsverkäufen, Exporten und Investitionen die Beschäftigung und den Cashflow im Industriesektor negativ beeinflussen. Özdemir wies auf den Druck hin, den dieser Rückgang insbesondere auf kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ausüben werde.
FINANZIERUNGSENGPÄSSE BRINGEN KMU IN KRITISCHE LAGE
Özdemir gab an, dass der Zugang zu Finanzmitteln, Inflation und Kostendruck zu den größten Herausforderungen für Industrielle im Jahr 2026 gehören werden. Er betonte, dass für Unternehmen nicht mehr nur die Beschaffung von Kapital, sondern auch die Laufzeit und die Kosten dieses Kapitals zu einem großen Problem geworden seien. Aufgrund der Verknappung von Bankkrediten würden sich Unternehmen zunehmend alternativen Finanzierungsmethoden wie Eigenkapital und Partnerschaften zuwenden. Özdemir sagte, dass KMU durch die anhaltende Inflation immer anfälliger würden.
Die bei dem Treffen geteilten Daten legten die strukturellen Probleme und die Einkommensungleichheit in der türkischen Wirtschaft offen. Özdemir stellte fest, dass die Summe der importierten Endverbrauchsgüter in den letzten zwei Jahren die Rohstoffimporte überstiegen habe. Dies berge das "Risiko einer Abkühlung der Produktion". Darüber hinaus betonte Özdemir, dass der Konsum von importierten Luxusgütern um das Doppelte gestiegen sei, was zu einer weiteren Vertiefung der sozioökonomischen Ungleichheit in der Türkei führe.
REFORMERWARTUNGEN FÜR 2026 STEIGEN
In den Erwartungen der MÜSİAD-Mitglieder für das Jahr 2026 stehen Reformforderungen im Vordergrund. Özdemir erklärte, die größte Erwartung der Geschäftswelt sei die Vereinfachung der Steuergesetzgebung und deren Gestaltung zu einer größeren Vorhersehbarkeit. Er wies darauf hin, dass die Komplexität der Gesetzgebung Kapital in produktionsfremde Bereiche lenke. Zudem wurde gefordert, dass für KMU flexible Finanzierungsoptionen außerhalb traditioneller Bankmodelle eingeführt werden sollten.