Er sagte, sie trinken Whisky und kommentieren: Urteil im Fall Aziz Yıldırım gegen ROK gefallen
Die Äußerungen, die Aziz Yıldırım 2019 über Rasim Ozan Kütahyalı getätigt hatte, wurden vom Verfassungsgericht als Meinungsfreiheit eingestuft; eine strafrechtliche Sanktion wurde für nicht notwendig erachtet.
12punto
Im langjährigen Rechtsstreit zwischen dem ehemaligen Präsidenten von Fenerbahçe, Aziz Yıldırım, und dem Journalisten Rasim Ozan Kütahyalı hat das Verfassungsgericht (AYM) seine endgültige Entscheidung bekannt gegeben.
Die Äußerungen, die Yıldırım im Jahr 2019 über Kütahyalı getätigt hatte, wurden vom Gericht als von der Meinungsfreiheit gedeckt bewertet, weshalb keine strafrechtliche Sanktion für erforderlich gehalten wurde.
YILDIRIMS WORTE WAREN GEGENSTAND DES VERFAHRENS
Aziz Yıldırım hatte 2019 über Rasim Ozan Kütahyalı gesagt: "So viel Dummheit gibt es nicht. Ich nenne es Immoralität. Sie stellen die Flasche nach unten, trinken Whisky und kommentieren dann."
Das 37. Strafgericht erster Instanz in Istanbul Anadolu hatte Yıldırım aufgrund dieser Worte wegen "öffentlicher Beleidigung" zu einer Freiheitsstrafe von 105 Tagen verurteilt. Da er nicht vorbestraft war, wurde die Strafe auf 87 Tage reduziert und in eine Geldstrafe von 3.480 Lira umgewandelt.
STRAFSANKTION DURCH AYM-URTEIL AUFGEHOBEN
Das Verfassungsgericht stellte jedoch in seiner jüngsten Prüfung fest, dass diese Äußerungen Yıldırıms unter die Meinungsfreiheit fallen, und entschied, dass keine strafrechtliche Sanktion notwendig sei. Damit ist die zuvor gegen Yıldırım verhängte Strafe hinfällig geworden.