Er verwies auf Kahramanmaraş: Prof. Dr. Naci Görür warnt vor 'Schuttmassen' in Istanbul
Der Geowissenschaftler Prof. Dr. Naci Görür sprach auf dem Symposium zur Geologie Istanbuls, das in Gedenken an Prof. Dr. Aral Okay von der Istanbul Kültür Universität, der Kammer der Geologischen Ingenieure (TMMOB) und der Stadtverwaltung Istanbul (İBB) organisiert wurde. In der Sitzung zum Thema „Istanbul und das Erdbeben“ erinnerte er an die Erdbeben vom 6. Februar mit Zentrum in Kahramanmaraş und warnte vor den Schuttmassen. Görür sagte: „Ich spreche von einem Schuttberg, der nicht einmal in das Marmarameer passen würde.“
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Der Geowissenschaftler Prof. Dr. Naci Görür sprach auf dem Symposium zur Geologie Istanbuls, das in Gedenken an Prof. Dr. Aral Okay von der Istanbul Kültür Universität, der Kammer der Geologischen Ingenieure (TMMOB) und der Stadtverwaltung Istanbul (İBB) organisiert wurde.
In der Sitzung mit dem Titel „Istanbul und das Erdbeben“ wies Görür auf die dringende Notwendigkeit hin, in der Vorbereitungsphase für erdbebensichere Städte ein Katastrophenministerium zu gründen, entsprechende Gesetze zu erlassen, Risikoanalysen durchzuführen, Mikrozonierungsstudien zu erstellen und die Stadtverwaltung darauf auszurichten.
„ICH SPRECHE VON EINEM SCHUTTBERG, DER NICHT EINMAL IN DAS MARMARAMEER PASSEN WÜRDE“
Prof. Dr. Görür ging auch auf die Erdbeben vom 6. Februar ein und erklärte:
„Wir haben gesehen, dass der Bauschutt im Südosten nicht gemäß internationalen Standards entsorgt wurde. Asbest, toxische und chemische Substanzen im Schutt gelangen durch Regen in den Boden und von dort in das Wasser, was die öffentliche Gesundheit über viele Jahre hinweg bedroht. Wissen wir, was mit dem Schutt passiert, wenn es in Istanbul ein großes Erdbeben gibt? Ich spreche von einem Schuttberg, der nicht einmal in das Marmarameer passen würde. Wenn derselbe Weg eingeschlagen wird, wird man nach den Erdbebenopfern noch einmal genauso viele Menschen durch Krankheiten töten. Wenn man die Abfälle nicht in den Griff bekommt, ist das Erdbeben die größte Umweltkatastrophe.“