Erdbebenexperte weist auf die Marmara-Verwerfung hin und warnt

Der Bauingenieur, Architekt und Erdbebenexperte Yoshinori Moriwaki nahm an der Konferenz „Die Erdbebenrealität in der Türkei“ in Kırklareli teil. Dort wies Moriwaki in seiner Stellungnahme auf die Marmara-Verwerfung hin.

İHA

Moriwaki, der auf der Konferenz an der Ingenieurwissenschaftlichen Fakultät des Kayalı-Campus sprach, warnte vor einem Marmara-Erdbeben. Er erklärte, dass das stärkste Erdbeben in der Türkei 1939 in Erzincan mit einer Stärke von 7,9 stattfand, und erläuterte, dass Gebäude auf weichem Untergrund schneller einstürzen. 

Moriwaki wies darauf hin, dass man bei dem kürzlich im Golf von Gemlik aufgetretenen Erdbeben der Stärke 5,1 eigentlich ein Beben der Stärke 7 erwartet habe, und erklärte, dass sich die Marmara-Verwerfung nicht entspannt habe.

Moriwaki betonte, dass in der Marmara-Verwerfung immer noch Energie vorhanden sei: „Während in Marmara ein Erdbeben der Stärke 7 erwartet wurde, ereignete sich eines der Stärke 5; dazwischen liegt ein Unterschied von 2 Punkten. Das ist tausendmal kleiner als erwartet, die Energie ist dort immer noch vorhanden. Es hat sich nicht wesentlich entspannt“, sagte er.

Moriwaki wies darauf hin, dass es in der Türkei keine Ausbildung zum Thema Erdbeben gebe, während die Ausbildung in Japan bereits im Kindergarten beginne. Moriwaki sagte: „Als ich vor 32 Jahren in die Türkei kam, hieß es: ‚Bloß nicht, dass die Kinder vom Erdbeben erfahren‘. Wir müssen den Kindern das Thema Erdbeben spielerisch erklären und sie so schulen.“

Nach den Reden wurde Yoshinori Moriwaki eine Plakette überreicht.