Erdbebenwarnung von Prof. Dr. Osman Bektaş für 3 Provinzen

Der Erdbebenexperte Prof. Dr. Osman Bektaş hat eindringliche Warnungen für Ordu, Trabzon und Rize ausgesprochen. Bektaş betonte, dass das Erdbebenrisiko in der Region nicht allein von Verwerfungslinien ausgehe; vielmehr könnten schwache Böden in den Küstengebieten die Erschütterungen verstärken und sekundäre Katastrophen wie Erdrutsche und Bodenverflüssigung auslösen.

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Der Erdbebenexperte Prof. Dr. Osman Bektaş hat die Erdbebengefahr für die in der Schwarzmeerregion gelegenen Provinzen Ordu, Trabzon und Rize bewertet. Bektaş erklärte, dass das Risiko in der Region nicht nur auf aktive Verwerfungslinien beschränkt sei, sondern dass auch die Bodenbeschaffenheit die seismischen Wellen verstärken und somit die Auswirkungen der Erschütterungen intensivieren könne.

BÖDEN IN KÜSTENREGIONEN KÖNNEN DIE AUSWIRKUNGEN VERSTÄRKEN

Prof. Dr. Osman Bektaş wies darauf hin, dass die Bodenstruktur in der Region die Wahrnehmung von Erdbebenwellen verstärken könne, und gab folgende Einschätzung ab:

"Erdbeben, die entlang der Ostanatolischen Verwerfung auftreten. Bodeneffekt: Insbesondere niederfrequente (langperiodische) seismische Wellen, die von diesen Erdbebenquellen ausgehen, können sich in den Alluvial- und Aufschüttungsböden der Küstengebiete verstärken und mit höherer Intensität wahrgenommen werden."

WARNUNG VOR GEFAHREN NACH DEM ERDBEBEN

Bektaş warnte zudem vor sekundären Katastrophen, die nach einem Erdbeben auftreten könnten, und äußerte sich wie folgt:

"Fazit: Auslösung von Erdrutschen an Hängen, Entwicklung von Setzungen und seitlichen Verschiebungen in Aufschüttungsgebieten, erhöhtes Risiko der Bodenverflüssigung in lockeren und wassergesättigten Böden.

Zusammenfassung: Die Erdbebengefahr für ORDU-TRABZON-RİZE geht nicht nur von nahen Verwerfungen aus."

ERINNERUNG AN DIE PROGNOSEN DER AFAD

Im weiteren Verlauf seiner Erklärung verwies Prof. Dr. Osman Bektaş auf die Prognosen der AFAD für die Region und bewertete diese wie folgt:

"Dies wird auch durch die Verstärkung langperiodischer Wellen, die von weit entfernten großen Verwerfungssystemen stammen, in Küstenaufschüttungen und schwachen Böden geprägt. Aus diesem Grund hat die AFAD für die Küste, innerhalb von festem Boden und in halbfestem Gelände eine Intensität von 0,2-0,3 g oder ein maximales Erdbeben der Stärke 6,6 prognostiziert."