Erdoğan und Mitsotakis trafen sich: 'Wir werden die Probleme durch Dialog lösen, das ist ein Prozess'

Der AKP-Vorsitzende und Präsident Erdoğan und der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis sind in Beştepe zusammengekommen. Nach dem Treffen hielten die beiden Staats- und Regierungschefs eine gemeinsame Pressekonferenz ab.

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Hier sind die Kernpunkte aus Erdoğans Erklärungen:

"Ich habe soeben mit dem Herrn Ministerpräsidenten ein eng gefasstes, äußerst produktives, aufrichtiges und konstruktives Gespräch geführt. Wir haben die Themen unserer bilateralen Agenda umfassend erörtert.

Wir arbeiten an dem Ziel, unser bilaterales Handelsvolumen, das im vergangenen Jahr 6 Milliarden Dollar betrug, auf 10 Milliarden Dollar zu steigern.

Unsere Länder, die in einer Erdbebenzone liegen, haben bei Naturkatastrophen stets das nachbarschaftliche Recht gewahrt und gehörten zu den ersten Ländern, die einander zu Hilfe eilten.

Das Memorandum über Katastrophen- und Notfallmanagement hat unsere vertragliche Grundlage in diesen Bereichen gefestigt.

"EINE LÖSUNG IST WICHTIG"

Ich habe heute erneut unsere Erwartungen an unseren Nachbarn und NATO-Verbündeten Griechenland mit dem Herrn Ministerpräsidenten geteilt.

Wir erwarten, dass die positive Atmosphäre in unseren Beziehungen auch zu den Rechten der türkischen Minderheit und unserer Verwandten in Griechenland beiträgt. Es ist wichtig, dass die Zypernfrage einer gerechten und dauerhaften Lösung zugeführt wird.

In unseren Gesprächen haben wir uns über regionale Entwicklungen ausgetauscht, insbesondere über den Völkermord in Gaza. Die israelische Führung verschließt nicht nur ihre Ohren vor den Waffenstillstandsaufrufen, sondern schreckt auch nicht davor zurück, selbst ihre Unterstützer herauszufordern.

Wir grüßen von hier aus noch einmal alle Menschen, die jede Woche mit dem Aufruf 'Lasst uns dieses Unrecht von Ost nach West nicht mittragen' die Plätze füllen. Es hat sich gezeigt, dass die Entscheidung der UN-Generalversammlung zur Vollmitgliedschaft Palästinas die Errichtung eines unabhängigen, souveränen Palästinenserstaates mit der Hauptstadt Ost-Jerusalem und unter Wahrung seiner territorialen Integrität zum Ziel hat.

Als Türkei werden wir unsere Kontakte entschlossen fortsetzen, um Israel zu einem Waffenstillstand zu zwingen und die Anerkennung des Staates Palästina zu erhöhen.

Wir erwarten auch von unserem Nachbarn Griechenland, dass er die Bemühungen zur Beendigung des Massakers unterstützt.

Ich hatte bereits meine Überzeugung geteilt, dass es zwischen uns und Griechenland kein Problem gibt, das nicht gelöst werden könnte. Dies ist ein Prozess. Damit er mehr Ergebnisse liefert, muss er sorgfältig vorangetrieben werden.

Trotz Meinungsverschiedenheiten halten wir unsere Dialogkanäle offen und konzentrieren uns auf eine positive Agenda."

"HAMAS IST KEINE TERRORORGANISATION"

Präsident Erdoğan reagierte auf Mitsotakis' Aussage, die "Hamas sei eine Terrororganisation".

Erdoğan sagte: "Ich sehe die Hamas nicht als Terrororganisation, im Gegenteil, ich sehe die Hamas als Menschen, die für den Schutz ihres eigenen Landes und ihrer eigenen Leute kämpfen.

Die Hamas ist eine Widerstandsorganisation, die ihr Land schützt, nachdem es seit 1947 besetzt ist."

MITSOTAKIS: WIR WOLLEN DIE POSITIVEN ENTWICKLUNGEN FORTSETZEN

Mitsotakis erklärte in seiner Stellungnahme: "Wir wollen diese positiven Entwicklungen fortsetzen. Die beiden Völker haben begonnen, von den Früchten einer sehr wichtigen Initiative zu profitieren, der ich mich verpflichtet fühle.

Sie können 10 ägäische Inseln besuchen. Es ist ein Prozess, der nach einer kurzen Kontrolle am Grenzübergang stattfindet. Es ist eine wichtige Gelegenheit für die beiden Völker, ohne bürokratische Qualen zusammenzukommen", sagte er.

Mitsotakis betonte, dass die Zusammenarbeit mit der Türkei von Tag zu Tag zunehme und erklärte: "Unsere Bemühungen, Menschenschmuggler zu stoppen, haben begonnen, sehr wichtige Ergebnisse zu liefern. Die Türkei hat hierzu einen sehr positiven Beitrag geleistet. Wir arbeiten auch im Lichte der europäischen Beschlüsse daran, dass die Türkei von europäischen Mitteln profitieren kann."