Erdoğans erste Stellungnahme zum Wettskandal-Ermittlungsverfahren! „Für diese Summen...“

Der AKP-Vorsitzende und Präsident Recep Tayyip Erdoğan äußerte sich erstmals zum Wettskandal und den Ermittlungen wegen Spielmanipulationen: „Es hat uns in Erstaunen versetzt. Wie können diese Menschen, die für diese Summen Millionen an Transfergebühren erhalten, in so etwas verwickelt werden, wie können sie sich darauf einlassen? Man schaut sich die Verantwortlichen an – wie können diese Funktionäre so etwas tun, wie können sie sich darin verstricken?“

12punto

Der AKP-Vorsitzende und Präsident Recep Tayyip Erdoğan beantwortete auf dem Rückflug aus Turkmenistan die Fragen von Journalisten.

Erdoğan brach sein Schweigen zu dem illegalen Wettskandal und den Ermittlungen wegen Spielmanipulationen, die die Agenda der Türkei bestimmen, und äußerte sich wie folgt:

„Werte Freunde, Fußball ist bekanntlich für Millionen von Menschen eigentlich ein Unterhaltungsmittel. Es ist kein Sport, der nur in einem bestimmten Land oder einer bestimmten Region verfolgt wird, sondern ein Mittel zum Stressabbau, bei dem die Stadien auf der ganzen Welt bis auf den letzten Platz gefüllt sind und die Spiele vor den Bildschirmen verfolgt werden. Wir haben dies von unserer Jugend bis zu dem Amt, das wir heute innehaben, stets beobachtet und verfolgt. Auch jetzt verfolge ich die Spiele weiterhin regelmäßig im Fernsehen.

Doch diese jüngsten Entwicklungen haben uns zutiefst betrübt. Dass viele Namen, vom Verwalter über den Funktionär bis hin zum Fußballer, hier involviert sind und ihre Namen in solche Skandale verwickelt werden, dass dies in meinem Land geschieht, hat uns als Präsidenten wirklich traurig gemacht. Es hat uns in Erstaunen versetzt. Wie können diese Menschen, die für diese Summen Millionen an Transfergebühren erhalten, in so etwas verwickelt werden, wie können sie sich darauf einlassen? Man schaut sich die Verantwortlichen an – wie können diese Funktionäre so etwas tun, wie können sie sich darin verstricken?

Ich sage es wirklich einmal ganz deutlich: Die Seele des Fußballs ist Gerechtigkeit. Wenn wir diese Gerechtigkeit nicht etablieren können, wird uns das Ergebnis auf dem Spielfeld niemals zufriedenstellen. Warum? Weil ein Ergebnis entstehen wird, das fernab von Gerechtigkeit ist. Es ist unmöglich, dass uns das zufriedenstellt. Abgesehen davon stehen wir für den edlen und sauberen Geist des Fußballs ein. Ich glaube daran, dass dies nach einer fairen Arbeit der Justizmechanismen wiederhergestellt wird. Egal, woher es kommt, egal von welchem Verein es kommt, ob Verein A oder Verein B, das spielt keine Rolle. Gerechtigkeit ist für uns hier sehr, sehr wichtig. Meiner Meinung nach erfüllt die Justiz derzeit diese Aufgabe auf die idealste Weise. Wir werden diesen Kampf, insbesondere im Namen der Stimmen auf den Tribünen, der Träume der Jugend und der Sehnsucht dieses Volkes nach einem sauberen Fußball, bis zum Ende fortführen.“