Erdrutsch in Rize: Zwei Häuser unter Erdmassen begraben!
Aufgrund heftiger Regenfälle im Bezirk Çayeli in Rize kam es zu einem Erdrutsch, bei dem zwei Häuser unter Erdmassen begraben wurden. AFAD-Teams haben in dem abgesperrten Gebiet Untersuchungen eingeleitet.
İHA
Nach heftigen Regenfällen kam es zu einem Erdrutsch, bei dem zwei zweistöckige, leerstehende Gebäude einstürzten, die bereits nach einer Katastrophe am 15. Juli 2021 geräumt worden waren. Durch die in das Flussbett abrutschenden Erdmassen wurde der Flusslauf blockiert und ein kleiner Stausee bildete sich. Nach einer entsprechenden Meldung trafen AFAD-Einsatzkräfte vor Ort ein, sperrten das Gebiet ab und leiteten Untersuchungen ein. Es wurde zudem gewarnt, dass bei einem Überlaufen des Stausees die Gefahr von Überschwemmungen in der Region bestehe.
Menderes Ofluoğlu, Eigentümer eines der durch den Erdrutsch zerstörten Häuser, erklärte, dass sich aufgrund eines zuvor erstellten Risikoberichts niemand in den Gebäuden aufgehalten habe: „Unsere Region ist ohnehin ein Erdrutschgebiet. Wir haben diese Katastrophe gegen 5.00 Uhr morgens erlebt. Der Sohn meines Onkels war in einem der Häuser, die abgerutscht sind. Da das Gebäude als unbewohnbar eingestuft wurde, wohnt er nicht ständig hier, kommt aber manchmal vorbei. Deshalb hatte er das Haus gegen 21.00 Uhr am Abend verlassen.“
Ramazan Küçüksarı, der Dorfvorsteher von Derecik, wo sich der Erdrutsch ereignete, äußerte sich schockiert über das Ausmaß des Vorfalls, als er vor Ort eintraf: „Wir sind gegen 6.00 Uhr morgens mit großer Angst aufgewacht. Ein Onkel rief an und sagte, die Straße sei blockiert und es habe einen Erdrutsch gegeben. Ich bin sofort hierher geeilt. Als ich ankam, war ich regelrecht fassungslos. Ich sah, wie der Berg in Bewegung war. Die Häuser waren komplett verschwunden. Es war niemand in den Häusern. Ein Bürger war zwar da, aber er hatte das Haus bereits spät in der Nacht verlassen.“
Küçüksarı betonte, dass für die Gebäude, die bereits bei den Erdrutschen im Jahr 2021 beschädigt worden waren, zuvor Räumungsbescheide erlassen worden seien: „Diese Region hatte bei den großen Katastrophen 2021 schweren Schaden genommen. Die Häuser waren von unserer AFAD evakuiert worden. Nur ein Bürger hatte die Evakuierung nicht akzeptiert. Genau dieses Haus, dessen Bewohner die Evakuierung verweigert hatte, ist nun ebenfalls eingestürzt. Zum Glück gibt es keine Todesopfer. Dafür sind wir sehr dankbar. Aber man muss sich an die Regeln halten. Wenn die AFAD ein Gebäude als unbewohnbar einstuft, darf dort niemand wohnen. Das Beispiel hier hat das gezeigt.“