Ermittlungen gegen „Vanlı Kara Haydar“: Vergangenheit der inhaftierten Çağla Öz Tançalan mit ihrem Ehemann erneut aufgedeckt
Es hat sich herausgestellt, dass die inhaftierte Çağla Öz Tançalan und ihr Ehemann Mehmet Fatih Tançalan, die im Rahmen einer Geldwäscheermittlung festgenommen wurden, vor Jahren in derselben Strafsache aufeinandergetroffen waren.
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Die Aussagen, die Çağla Öz Tançalan, die im Rahmen einer Ermittlung wegen „Geldwäsche aus Straftaten“ inhaftiert wurde, vor Jahren gegenüber den Fox Ana Haber Nachrichten über ihren heutigen Ehemann Mehmet Fatih Tançalan, bekannt als „Vanlı Kara Haydar“, gemacht hatte, sind wieder in den Fokus gerückt.
Alte Aufnahmen zur Vergangenheit des Paares, das durch seine prunkvolle Hochzeit in Van und die jüngsten Ermittlungen gegen sie die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich gezogen hat, kursieren erneut in den sozialen Medien. In dem Interview, das Çağla Öz zugeschrieben wird, sind schwere Vorwürfe gegen Tançalan zu hören.
In den Laufbändern des alten Fernsehberichts waren Sätze zu lesen wie: „Hielt einer Schülerin eine Waffe an den Kopf und belästigte sie“, „Stürmte die Schule der Schülerin, die er belästigte“ und „Stürmte die Schule der Schülerin, kam wieder frei“. Es wurde darauf hingewiesen, dass sich diese Aufzeichnungen auf den Prozess beziehen, in den Çağla Öz und Mehmet Fatih Tançalan vor etwa 10 Jahren verwickelt waren.
VOR JAHREN IN DERSELBEN SACHE GEGENÜBERGESTANDEN
Den Informationen zufolge, die an die Presse gelangten, erstattete Nilgün Ö., die Mutter von Çağla Öz, am 21. März 2016 bei der Kinderpolizeidirektion Istanbul Anzeige gegen Mehmet F.T. Die Mutter bat um Hilfe und behauptete, ihre Tochter stehe unter dem Einfluss der besagten Person.
Gerichtsakten zufolge wurde der Prozess auch juristisch verfolgt. In dem Verfahren vor dem 8. Schwurgericht İstanbul Anadolu trat Çağla Öz als „Nebenklägerin/Opfer“ und Mehmet Fatih Tançalan als Angeklagter auf. Es wurde mitgeteilt, dass sich die Vorfälle im Jahr 2015 ereigneten und nach den Ermittlungen im Jahr 2016 Anklage erhoben wurde.
Den Details des begründeten Urteils zufolge behauptete Öz damals, Tançalan habe Druck auf sie ausgeübt, ihr eine Waffe gezeigt und Aufnahmen von ihr gemacht. Tançalan wies die Vorwürfe zurück; er argumentierte, dass sie und Öz ein Paar gewesen seien, er die ihm zur Last gelegten Taten jedoch nicht begangen habe.
RECHTSKRÄFTIGES URTEIL UND JÜNGSTE ERMITTLUNGEN
Das Gericht verurteilte Tançalan nicht aufgrund aller von Öz erhobenen Vorwürfe. Das Urteil erging wegen des Straftatbestands des „sexuellen Verkehrs mit Minderjährigen“, der in Artikel 104 des türkischen Strafgesetzbuches geregelt ist.
Am 14. Februar 2018 wurde Tançalan zunächst zu 3 Jahren Haft verurteilt. Da die Tat zu verschiedenen Zeiten mehrfach begangen wurde, wurde das Strafmaß erhöht; anschließend wurde unter Anwendung eines Ermessensnachlasses eine Strafe von 3 Jahren, 1 Monat und 15 Tagen festgesetzt. Das Urteil wurde durch die Entscheidung der 20. Strafkammer des Regionalgerichts Istanbul vom 8. Dezember 2020 rechtskräftig.
Çağla Öz und Mehmet Fatih Tançalan, die vor Jahren in derselben Strafsache als Opfer und Angeklagter auftraten, heirateten im Jahr 2026. Ihre Hochzeit in Van, die durch die großen Mengen an Goldschmuck für Aufsehen sorgte, wurde nach den darauf folgenden Ermittlungen erneut zum Gegenstand von Diskussionen.
In den Ermittlungen der Generalstaatsanwaltschaft Van wurde Mehmet Fatih Tançalan wegen des Vorwurfs der „Geldwäsche aus Straftaten“ inhaftiert. Daraufhin wurde auch Çağla Öz Tançalan in Istanbul festgenommen und nach Van gebracht.
Çağla Öz Tançalan wurde am 14. September von dem zuständigen Friedensrichter wegen desselben Vorwurfs inhaftiert. Während im Zuge der Ermittlungen auch ein Angehöriger von Tançalan, M.S.T., inhaftiert wurde, kamen die Mutter von Çağla Öz, N.O., sowie S.A., der Eigentümer des Hauses, in dem das Gold gefunden wurde, unter gerichtlicher Aufsicht frei.