Ermittlungsflut gegen Studierende an Feiertagen: 70 Studierende an der Yıldız Teknik Üniversitesi betroffen

An der Yıldız Teknik Üniversitesi wurden am ersten Tag des Opferfestes durch eine Entscheidung der Rektoratsleitung Disziplinarverfahren gegen mindestens 70 Studierende eingeleitet. Die Studierenden wiesen darauf hin, dass ihre Proteste rechtmäßig seien, und reagierten auf die Ermittlungen mit den Worten: „Die akademische Freiheit ist nur noch ein totes Stück Papier“.

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Die Reaktionen auf die seit dem 19. März andauernden Studierendenproteste halten an. Die Leitung der Istanbuler Yıldız Teknik Üniversitesi (YTÜ) hat am ersten Tag des Opferfestes (Kurban Bayramı) Disziplinarverfahren gegen mindestens 70 Studierende eingeleitet, mit der Begründung, sie hätten die „öffentliche Ordnung gestört“ und „Beamte beleidigt“.

Zu den Slogans, die die Studierenden während der Aktionen skandierten, gehörten Forderungen wie „Regierung zurücktreten“, „Tayyip rein, Ekrem raus“ und „Wir werden durch Einheit siegen“. Aufgrund dieser Slogans leitete die Universitätsleitung die Ermittlungen ein.

Die Studierenden hatten im Rahmen ihres Boykotts, den sie als Reaktion auf die Operationen gegen die Stadtverwaltung von Istanbul (İBB) begonnen hatten, auch interne Probleme der Universität wie den Einsturz der Bibliotheksdecke und die Preiserhöhungen in der Mensa thematisiert.

„Wir nutzen lediglich unsere verfassungsmäßigen Rechte“, erklärten die Studierenden gegenüber BirGün:

„Die Ermittlungen begannen, ohne dass Beweise vorgelegt wurden. Ich war zum Beispiel an jenem Tag nicht einmal an der Universität, dennoch wurde ein Verfahren gegen mich eingeleitet. Das Ziel ist es, uns einzuschüchtern. Diese Ermittlungen zeigen, dass die Universität kommerzialisiert wird und Druck auf uns Studierende ausgeübt wird.“