Ermittlungsverfahren gegen Barış Pehlivan wegen 'Sachverständigen-Affäre'
Gegen den Journalisten Barış Pehlivan wurde wegen des Abhörens und Aufzeichnens von Gesprächen zwischen Personen ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.
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Der Bürgermeister von Istanbul, Ekrem İmamoğlu, hatte in einer Presseerklärung in Saraçhane den Namen eines Sachverständigen genannt, der seiner Ansicht nach an Ermittlungen gegen die CHP beteiligt war. Daraufhin leitete die Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren gegen İmamoğlu wegen "Versuchs der Beeinflussung eines Sachverständigen" und "Versuchs der Beeinflussung eines fairen Gerichtsverfahrens" ein.
Die Generalstaatsanwaltschaft wies zudem die Istanbuler Polizeidirektion an, die notwendigen Ermittlungen gegen Medienunternehmen einzuleiten, die den von İmamoğlu genannten Namen des Sachverständigen in einer Weise veröffentlicht hatten, die ihn 'zur Zielscheibe machte'.
Im Rahmen dieser Untersuchungen wurde gegen Halk TV und Pehlivan ein Ermittlungsverfahren wegen "Abhörens und Aufzeichnens von Gesprächen zwischen Personen" sowie "Versuchs der Beeinflussung eines Sachverständigen" eingeleitet.
Die Generalstaatsanwaltschaft äußerte sich wie folgt zu dem Ermittlungsverfahren:
"In Bezug auf den Vorfall wurde gegen Barış Pehlivan sowie gegen den betreffenden Moderator und die Verantwortlichen des Medienorgans Halk TV ein Ermittlungsverfahren wegen 'Abhörens und Aufzeichnens von Gesprächen zwischen Personen' und 'Versuchs der Beeinflussung eines Sachverständigen' eingeleitet, da ein Telefongespräch mit dem Sachverständigen in der heutigen Sendung von Halk TV ohne Genehmigung aufgezeichnet, veröffentlicht und damit offengelegt wurde und zudem Äußerungen getätigt wurden, die darauf abzielten, den Verlauf des Gerichtsverfahrens durch die namentliche Nennung des Sachverständigen in einer Weise zu beeinflussen, die ihn zur Zielscheibe macht."