Erneute Freilassungsgerüchte um Demirtaş: EGMR-Urteil sorgt für Bewegung in Ankara
Die Gerüchte um eine mögliche Freilassung des ehemaligen HDP-Co-Vorsitzenden Selahattin Demirtaş haben die politischen Kulissen erneut in Aufruhr versetzt, da erwartet wird, dass das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) am 8. Oktober rechtskräftig wird.
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Gerüchte über eine mögliche Freilassung des ehemaligen HDP-Co-Vorsitzenden Selahattin Demirtaş werden in den politischen Kulissen von Ankara erneut diskutiert.
Der Ankara-Korrespondent von TGRT Haber, Fatih Atik, äußerte sich zu diesen Behauptungen.
Atik erinnerte daran, dass es bereits früher ähnliche Freilassungsgerüchte gegeben habe, und verwies darauf, dass Justizminister Yılmaz Tunç erklärt habe, die im Kobani-Prozess verhängte 42-jährige Haftstrafe sei rechtskräftig und eine Freilassung daher nicht möglich.
Atik wies jedoch darauf hin, dass dieses Urteil die Instanzen der Berufung und des Kassationsgerichtshofs (Yargıtay) noch nicht durchlaufen habe. Aus diesem Grund könne man nicht von einem rechtskräftigen Urteil sprechen.
EGMR-URTEIL WIRD AM 8. OKTOBER RECHTSKRÄFTIG ERWARTET
Fatih Atik ging auch auf das dritte Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) ein, das im Juli bezüglich Selahattin Demirtaş wegen „Verletzung der Menschenrechte“ gefällt wurde. Es wird vermutet, dass bei einer Rechtskraft dieses Urteils am 8. Oktober die Erwartung einer Freilassung in den Vordergrund rücken könnte.
Es wurde jedoch berichtet, dass Quellen aus dem Justizministerium eine klare Haltung zu diesem Thema einnehmen. Den von Atik geteilten Informationen zufolge erklärten Quellen aus dem Ministerium, dass „eine Freilassung nicht zur Debatte steht“.
Atik betonte, dass auch frühere ähnliche EGMR-Urteile von der Türkei nicht umgesetzt wurden, und unterstrich, dass der weitere Verlauf des Prozesses ungewiss sei.