Erste Reaktion auf die Entscheidung des Schweizer Bundesamts für Lebensmittelsicherheit zu 'Beypazarı-Mineralwasser': Wie hoch ist der Bor-Gehalt?
Das Schweizer Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen hatte mitgeteilt, dass in Mineralwasser der Marke Beypazarı ein überhöhter Bor-Gehalt festgestellt wurde. Zudem wurde erklärt, dass das Produkt sofort aus dem Verkauf genommen und ein Rückruf eingeleitet wurde. Beypazarı erklärte gegenüber 12punto, dass der Bor-Gehalt innerhalb der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) festgelegten Grenzwerte liege.
Burak Demirbaş
Burak DEMİRBAŞ-12punto.com.tr
Das Schweizer Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen gab bekannt, dass in Mineralwasser der Marke Beypazarı ein überhöhter Bor-Gehalt festgestellt wurde und dass davon ausgegangen wird, dass dieser die fötale Entwicklung sowie die Fruchtbarkeit beeinträchtigen könnte.
In der Erklärung hieß es: "Aus diesem Grund kann ein langfristiges Gesundheitsrisiko durch das Produkt nicht ausgeschlossen werden". Gleichzeitig wurde mitgeteilt, dass der Schweizer Vertriebspartner des Mineralwassers, die BAK-SAN GmbH, das Produkt umgehend aus dem Verkauf genommen und ein Rückrufverfahren eingeleitet habe.
Nach dieser Ankündigung sprach Seyit Ahmet Saygıcı, Lebensmitteltechniker bei Beypazarı, mit 12punto.
WIE HOCH IST DER BOR-GEHALT IN BEYPAZARI-MINERALWÄSSERN?
Saygıcı erklärte, dass der Grenzwert für Bor in der Schweiz bei 1 mg/Liter liege, während der Wert in Beypazarı-Mineralwässern bei 1,5 bis 2 mg/Liter liege, wobei diese Werte laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zwischen 1,5, 2,4 und 4 mg/Liter variierten.
Saygıcı führte aus, dass die Türkei reich an Bor sei und bei Messungen in 75 Provinzen Werte von bis zu 5,5 mg/Liter festgestellt worden seien.
Saygıcı wies darauf hin, dass das Europäische Parlament (EP) in einer Erklärung in den Jahren 2010-11 angegeben habe, dass dieser Wert auch in ganz Europa über 1 mg/Liter liege und dass sie in viele europäische Länder exportierten.
"KEINE ANFORDERUNG EINER GEGENPROBE"
Saygıcı sagte, dass dieser Wert auch in Deutschland zuvor als hoch eingestuft worden sei, bei neueren Messungen jedoch der Referenzwert erreicht worden sei. Abschließend teilte Saygıcı mit, dass die Schweiz nach der Messung keine "Gegenprobe" angefordert habe.