Erste Reaktion der CHP auf das Urteil gegen Furkan Karabay: Eine juristische Schande

Im Prozess gegen den Journalisten Furkan Karabay, der wegen seiner Social-Media-Beiträge und YouTube-Videos seit 201 Tagen inhaftiert war, ist heute vor dem 25. Schwurgericht in Istanbul ein Urteil gefallen. Das Gericht verhängte eine Haftstrafe gegen Karabay und ordnete seine Freilassung an.

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Der stellvertretende Vorsitzende der CHP, Burhanettin Bulut, reagierte auf die gegen den Journalisten Furkan Karabay verhängte Haftstrafe von 4 Jahren und 3 Monaten.Er äußerte sich kritisch dazu.

In einem Beitrag auf seinem Social-Media-Kanalschrieb Bulut: „Dass der Journalist Furkan Karabay nach 201Tagen Untersuchungshaft zu einer Strafe von 4 Jahren und 3 Monaten verurteilt und nun freigelassen wird, ist eine juristische Schande.“Dem Urteil des Gerichts zufolge wurde Furkan Karabay wegen „Beleidigung des Präsidenten“ verurteilt.

Dem Urteil des Gerichts zufolgewurde Furkan Karabay wegen „Beleidigung des Präsidenten“ verurteilt.wegen „Beleidigung des Präsidenten“ zu 1 Jahrund 9 Monaten, wegen „Beleidigung einesBeamten aufgrund seiner Tätigkeit“ zu 1 Jahrund 3 Monaten sowie wegen derBeleidigung des Istanbuler Generalstaatsanwaltsim Zusammenhang mit der „Zielscheibe fürPersonen, die an der Terrorbekämpfung beteiligt sind“zu einer weiteren Haftstrafe verurteilt.wegen des Vorwurfs, Personen als Zielscheibedargestellt zu haben, zu 1 Jahrund 3 Monaten Haft verurteilt.Insgesamt wurde Karabay zu 4 Jahren und 3 Monaten Haft verurteilt. Das Gericht sprach ihn bezüglich der Vorwürfe eines stellvertretenden Generalstaatsanwalts und eines Staatsanwaltshingegen freiund fällteein Urteil. Das Urteildaraufhin wurde die Freilassung von Karabay angeordnet.

SCHARFE KRITIK DER CHP AM URTEIL

Der stellvertretende Vorsitzende der CHP, Burhanettin Bulut, reagierte auf den Widerspruch zwischen der verhängtenHaftstrafe und der gleichzeitigen Freilassungmit Unverständnis.

Bulut äußerte sich dazu über seinenSocial-Media-Account.Inder Erklärung wurde die Inhaftierung von Journalisten als Schlag gegen die Presse- und Meinungs freiheitbezeichnetund dabei wurden folgende Worte gewählt:

"Dass der Journalist Furkan Karabay 201 Tage lang inhaftiert blieb,nachdem er zu 4 Jahren und 3 Monaten Haft verurteilt wurde, ist ein juristischer Skandal. Er hat kritisch berichtet, die Wahrheit geschriebenund Journalisten deshalb zu inhaftieren, ist ein Schlag gegen die Presse- und Meinungs freiheit. Journalisten sind keine Propagandabeamten der Regierungund werden es auch nicht sein!"