Erste Reaktion von İmamoğlu: 'Weil der Generalstaatsanwalt gekränkt ist...'

Der Bürgermeister der Stadt Istanbul (İBB), Ekrem İmamoğlu, hat erstmals auf die Anklageschrift reagiert, die von der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft mit einer Forderung von bis zu 7 Jahren und 4 Monaten Haft gegen ihn erstellt wurde, nachdem er sich über den Generalstaatsanwalt Akın Gürlek geäußert hatte.

12punto

Gegen den Bürgermeister der Stadt Istanbul (İBB), Ekrem İmamoğlu, wurde aufgrund seiner Äußerungen über den Generalstaatsanwalt Akın Gürlek eine Anklageschrift mit einer Haftforderung von bis zu 7 Jahren und 4 Monaten erstellt. In dem Dossier, in dem Akın Gürlek als 'Geschädigter' geführt wird, werden gegen İmamoğlu die Vorwürfe der 'Zielscheiben-Markierung von Personen, die im Kampf gegen den Terrorismus stehen, sowie Beleidigung und Bedrohung' erhoben.

Ekrem İmamoğlu äußerte sich erstmals zu der Anklageschrift, in der eine Freiheitsstrafe von 2 Jahren und 8 Monaten bis zu 7 Jahren und 4 Monaten gefordert wird. In einer Erklärung über seinen Social-Media-Account betonte İmamoğlu, dass die Anklageschrift an die regierungsnahen Medien weitergegeben wurde, bevor sie dem zuständigen Gericht und seinen Anwälten zugestellt wurde, und kommentierte dies als "ein Bild ihrer Panik".

'ER GLAUBT, DURCH SPIELCHEN AM SCHREIBTISCH ÜBERLEBEN ZU KÖNNEN'

İmamoğlu äußerte sich wie folgt:

"Weil der Generalstaatsanwalt gekränkt ist, wurde die Anklageschrift gegen mich nicht von dem Staatsanwalt verfasst, der meine Aussage aufgenommen hat, sondern vom Stellvertreter des gekränkten Generalstaatsanwalts. Dass das Dokument an die regierungsnahen Medien verteilt wurde, noch bevor es das Gericht und meine Anwälte erreicht hat, ist ein Bild ihrer Panik.

Präsident Erdoğan, der diese Prozesse 'aus nächster Nähe' verfolgt und deren Inhalt kennt, glaubt offensichtlich, dass er sich an der Macht halten kann, indem er Spielchen am Schreibtisch spielt, anstatt sich bei der Wahl mutig dem Volk zu stellen. Unser Volk schenkt denjenigen, die weder die Demokratie noch das eigene Wahlrecht auch nur im Geringsten respektieren, kein Vertrauen mehr. Schreiben Sie sich das hinter die Ohren."