Erste Stellungnahme des Außenministeriums zum Rückzug Russlands aus dem KSE-Vertrag
Das Außenministerium erklärte, dass es die Entscheidung der Russischen Föderation, aus dem Vertrag über Konventionelle Streitkräfte in Europa (KSE) auszutreten, mit Bedauern zur Kenntnis genommen habe.
İHA
In der Erklärung des Außenministeriums heißt es: „Wir nehmen die Entscheidung der Russischen Föderation, aus dem Vertrag über Konventionelle Streitkräfte in Europa (KSE) auszutreten, mit Bedauern zur Kenntnis. In der europäischen Sicherheitsarchitektur, für die der KSE-Vertrag einen Eckpfeiler darstellt, war insbesondere seit 2007 eine zunehmende Erosion zu beobachten.
Seit dem Inkrafttreten der Entscheidung Russlands zum Austritt aus dem KSE-Vertrag am 7. November 2023 ist eine sinnvolle Umsetzung des Vertrags durch die anderen Vertragsstaaten leider faktisch unmöglich geworden.“
„GEZWUNGEN, DIE ANWENDUNG AUSZUSETZEN“
In der Erklärung wurde weiter ausgeführt: „Unter diesen Umständen sah sich unser Land, gemeinsam mit anderen NATO-Verbündeten, die ebenfalls Vertragsparteien des KSE sind, gezwungen, die Anwendung des Vertrags für einen notwendigen Zeitraum auszusetzen.
Diese Entscheidung ist im Kern reversibel. Der Bedarf an den Grundlagen und den wesentlichen Prinzipien des rechtlich bindenden KSE-Vertrags, der durch sein subregionales System, einschließlich des Flankenregimes, sowie durch numerische Begrenzungen ein Gleichgewicht, Transparenz und Vorhersehbarkeit zwischen den Streitkräften gewährleistet, besteht weiterhin.
Eine in Zukunft möglicherweise erforderliche Aktualisierung der europäischen Sicherheitsarchitektur wird nur auf diesen Grundlagen aufbauen können.
In diesem Sinne werden wir unsere Kontakte zu diesem Thema mit allen betroffenen Parteien fortsetzen. In der außergewöhnlichen Zeit, in der wir uns befinden, ist die Rückkehr zur vollständigen Umsetzung der Regelungen zur Rüstungskontrolle, Abrüstung und Nichtverbreitung für die internationale Sicherheit wichtiger denn je.“