Erste Stellungnahme von Hasan Atilla Uğur, dem Vater des festgenommenen Oğuzhan Uğur

Im Rahmen der Ermittlungen wegen des Vorwurfs, dass Spenden, die im Namen des AHBAP-Vereins gesammelt wurden, auf private Konten der Verantwortlichen transferiert worden seien, gibt es eine neue Entwicklung. Während Oğuzhan Uğur, der Gründer von Babala TV, im Zuge der Ermittlungen festgenommen wurde, äußerte sich sein Vater, der pensionierte Oberst Hasan Atilla Uğur, erstmals dazu.

12punto

Oğuzhan Uğur wurde vorgestern im Rahmen der Ermittlungen gegen den AHBAP-Verein, dessen Vorsitzender Haluk Levent ist, in seinem Haus festgenommen.

Die Veröffentlichung der Aufnahmen von der Festnahme von Oğuzhan Uğur, dem Sohn von Hasan Atilla Uğur, dem ehemaligen Oberst des Militärnachrichtendienstes, der den Anführer der Terrororganisation PKK, Abdullah Öcalan, auf der Insel İmralı verhörte, sorgte für Aufsehen.

ERKLÄRUNG DER GENERALSTAATSANWALTSCHAFT ZU DEN ERMITTLUNGEN

In der Erklärung der Generalstaatsanwaltschaft wurde angegeben, dass hohe Devisenbeträge aus dem Ausland auf das Bankkonto von Babala TV überwiesen wurden. In der Erklärung hieß es weiter, dass die Privatbank, über die die Transaktionen abgewickelt wurden, im Rahmen einer Verdachtsmeldung das Finanzkriminalitäts-Untersuchungskomitee (MASAK) informiert habe und der Haftbefehl nach diesem Prozess vollstreckt worden sei.

HASAN ATİLLA UĞUR: "WIR HABEN EIN REINES GEWISSEN"

Der Vater von Oğuzhan Uğur, der pensionierte Oberst Hasan Atilla Uğur, äußerte sich ebenfalls zu dem laufenden Prozess. Uğur betonte, dass er seinem Sohn vertraue, und erklärte:

"Wir haben ein reines Gewissen. Wir haben nichts zu verbergen und befinden uns in keiner schwierigen Lage. Dass die Ankündigung, dass mein Sohn zu Hause festgenommen und sein Haus durchsucht wird, aufgezeichnet und später irgendwie an die Presse weitergegeben wird, ist bedauerlich. Leider haben wir uns an solche negativen Vorkommnisse bereits gewöhnt. Das ist kein Verhalten, das im Land nur uns gegenüber an den Tag gelegt wird. Es ist ein Vorgehen, das vielen Journalistenkollegen und anderen widerfährt. Letztendlich haben wir nichts Unrechtes getan, also müssen wir uns auch nicht fürchten. Das Verfahren bezüglich meines Sohnes läuft. Unser Anwalt ist bereits bei ihm. Wir verfolgen die Entwicklungen. Wir erwarten, dass er so schnell wie möglich wieder bei uns ist."