Erste Stellungnahme von Mansur Yavaş nach der Verhaftung von Ümit Erkol: Maßlosigkeit und Willkür

Der Bürgermeister der Stadtverwaltung Ankara, Mansur Yavaş, hat sich erstmals zur Verhaftung des CHP-Provinzvorsitzenden von Ankara, Ümit Erkol, geäußert.

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Im Rahmen einer von der Generalstaatsanwaltschaft Izmir geführten Untersuchung wegen mutmaßlicher Unregelmäßigkeiten bei der İZBETON A.Ş. wurden 9 Personen festgenommen und inhaftiert, darunter auch der CHP-Provinzvorsitzende von Ankara, Ümit Erkol.

Nach der Entscheidung zur Inhaftierung gab der Bürgermeister der Stadtverwaltung Ankara, Yavaş, eine Erklärung ab. 

Mansur Yavaş äußerte sich über seinen Social-Media-Account wie folgt zu dem Haftbefehl:

"Wir haben die Nachricht erhalten, dass unser Provinzvorsitzender von Ankara, Ümit Erkol, inhaftiert wurde.  

Unser Provinzvorsitzender ist eine Person mit festem Wohnsitz, einer bekannten Aufgabe und steht in der Öffentlichkeit…

Es besteht keine Fluchtgefahr, keine Gefahr der Beweisverdunkelung. Wenn dennoch ein Haftbefehl erlassen wird, kann man hier nicht von Rechtsstaatlichkeit sprechen. 

Denn der grundlegendste Rechtsgrundsatz ist klar:

Die Inhaftierung ist die Ausnahme, die Regel ist das Verfahren in Freiheit.

Doch heute sehen wir, dass 

dieser Zustand, der die Ausnahme sein sollte, bewusst zur Regel gemacht wurde.

Diese Entscheidung ist nicht nur ein Schaden für eine Person;

sie ist ein Schaden für die Rechtssicherheit, das Gerechtigkeitsempfinden und das Gewissen der Gesellschaft.

Niemand sagt, dass es keine Gerichtsverfahren geben soll.

Aber wir akzeptieren die Maßlosigkeit, die Willkür und die Umwandlung der Justiz in ein Unterdrückungsinstrument nicht.

Die heute getroffenen Entscheidungen werden morgen als ein noch größeres Gerechtigkeitsproblem auf dieses Land zukommen."