Erste Stellungnahme von Präsident Erdoğan nach dem 'Schulangriff': Schmerz kennt keine Politik

Der AKP-Vorsitzende und Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat sich nach dem Angriff auf eine Mittelschule in Kahramanmaraş geäußert.

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Nach dem Angriff in Şanlıurfa kam es heute auch in Kahramanmaraş zu einem bewaffneten Angriff auf die Ayser-Çalık-Mittelschule. Bei dem Angriff kamen 9 Menschen ums Leben, 13 weitere wurden verletzt, 6 davon schwer. Nach dem Angriff gab Präsident Erdoğan eine Erklärung über seinen Social-Media-Account ab. 

"WIR HABEN UNSERE STRAHLENDEN KINDER UND EINE AUFOPFERUNGSVOLLE LEHRKRAFT VERLOREN"

Erdoğan betonte, dass der Angriff nicht für politische Polemik oder Einschaltquoten instrumentalisiert werden dürfe, und erklärte:

Ich übermittle allen unseren Bürgern, allen unseren Familien und insbesondere unseren lieben Kindern, die von dem bewaffneten Angriff in Kahramanmaraş betroffen sind, der die gesamte Türkei zutiefst erschüttert hat, meine Genesungswünsche. Bei diesem schmerzlichen Angriff haben wir leider unsere strahlenden Kinder und eine aufopferungsvolle Lehrkraft verloren. Ich bitte den allmächtigen Gott um Gnade für die Verstorbenen; den trauernden Familien wünsche ich Geduld und unserer Bildungsgemeinschaft mein Beileid.

"DER VORFALL WIRD AUF JEDEN FALL AUFGEKLÄRT WERDEN"

Unsere Staatsanwälte sowie unsere zivilen und bildungspolitischen Inspektoren führen die unverzüglich eingeleiteten Ermittlungen akribisch durch. Der Vorfall wird in allen seinen Aspekten zweifellos aufgeklärt werden. Unsere Minister für Nationale Bildung, Familie und Sozialpolitik, Inneres, Justiz und Gesundheit sind nach Kahramanmaraş gereist, um sich um unsere Verletzten und die vom Vorfall betroffenen Geschwister zu kümmern, den Schmerz zu teilen und den Prozess persönlich zu leiten.

"SCHMERZ KENNT KEINE POLITIK"

Es ist sowohl eine gewissensbezogene als auch eine moralische Pflicht, einen solchen Angriff, der uns alle als Nation zutiefst getroffen hat, nicht für politische Polemik oder Einschaltquoten zu instrumentalisieren. Schmerz kennt keine Politik. Aufgrund der Sensibilität des Vorfalls bitte ich alle Teile der Gesellschaft, insbesondere unsere Pressevertreter, die notwendige Sorgfalt walten zu lassen. In diesem Prozess bitte ich unsere Nation, keinen falschen oder unzutreffenden Nachrichten sowie Beiträgen mit Desinformationen Glauben zu schenken und die Erklärungen unserer zuständigen öffentlichen Institutionen zu berücksichtigen. Ich wünsche unseren Kindern, unseren Familien und unseren Lehrern nochmals gute Besserung.

BEI DEM ANGRIFF IN ŞANLIURFA WAREN 16 PERSONEN VERLETZT WORDEN

Nach Informationen aus Şanlıurfa ereignete sich gestern Morgen ein bewaffneter Angriff an der Ahmet-Koyuncu-Berufsschule im Stadtteil Hasan Çelebi. Der 19-jährige Ömer Ket, der als ehemaliger Schüler der Schule identifiziert wurde, verletzte mit einer Pumpgun 16 Personen und beging anschließend Suizid. 4 Schulleiter wurden vom Dienst suspendiert, 4 Gewerkschaften legten die Arbeit nieder.