Erster Prozesstag im Femizid-Fall von Çanakkale: Nach Erdrosselung vergewaltigt
Der erste Prozesstag gegen Fırat Yıldızhan, der seine im Scheidungsprozess befindliche Ehefrau Saliha Gizem Yıldızhan im Bezirk Biga in Çanakkale ermordet hatte, sowie gegen seinen Bruder Yağız Yıldızhan hat stattgefunden. Während der Verhandlung wurde ein Bericht zur Akte hinzugefügt, der belegt, dass Saliha Gizem nach ihrem Tod vergewaltigt wurde.
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Der erste Prozesstag zum Femizid an einer Frau, die sich im Scheidungsprozess befand und am 16. Februar 2024 im Bezirk Biga in Çanakkale getötet wurde, fand vor dem 3. Schwurgericht von Çanakkale statt.
Bei dem Vorfall hatte Fırat Yıldızhan seine Ehefrau Saliha Gizem Yıldızhan nach einem Streit in einem Auto mit einem Seil erdrosselt und ihre Leiche in der Gegend von Çavuşköy in Biga vergraben.
Nachdem Angehörige von Saliha Gizem ihr Verschwinden gemeldet hatten, nahmen Polizeieinheiten Yıldızhan fest. Yıldızhan gestand die Tat und zeigte den Ort, an dem die Leiche vergraben war.
Die Polizei fand die Leiche von Saliha Gizem am 18. Februar und nahm auch Fırat Yıldızhans Bruder Yağız Yıldızhan fest. Beide Angeklagten wurden in Untersuchungshaft genommen und dem Gericht überstellt.
In der von der Staatsanwaltschaft Çanakkale erstellten Anklageschrift wurde gegen Fırat Yıldızhan wegen „vorsätzlichen Mordes an der Ehefrau“ und gegen Yağız Yıldızhan wegen „vorsätzlichen Mordes an einem nahen Verwandten“ Klage mit der Forderung nach lebenslanger Haft unter erschwerten Bedingungen eingereicht.
Während der Verhandlung behauptete Fırat Yıldızhan, er habe den Mord vorsätzlich und geplant begangen, während Yağız Yıldızhan angab, er sei lediglich nach der Tat an der Bestattung der Leiche beteiligt gewesen.
NACH IHREM TOD VERGEWALTIGT
Der Anwalt der Familie der ermordeten Saliha Gizem Yıldızhan, Ahmet Erzi, erklärte nach der Verhandlung, dass ein rechtsmedizinisches Gutachten, das die Vergewaltigung von Saliha Gizem nach ihrem Tod bestätigt, der Akte hinzugefügt wurde.
Die Verhandlung wurde vertagt, um fehlende Unterlagen in der Akte zu vervollständigen. Es wurde betont, dass man sich beim zweiten Prozesstermin am 5. September dafür einsetzen werde, dass die Angeklagten die höchstmögliche Strafe erhalten.