Es wurde behauptet, dass Katar-Gas über die Türkei transportiert werden soll: Antwort aus Katar eingetroffen

Nachdem der Minister für Energie und natürliche Ressourcen, Alparslan Bayraktar, erklärt hatte, dass katarisches Gas über die Türkei nach Europa transportiert werden könnte, hat das katarische Außenministerium auf diese Behauptungen reagiert.

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Auf die Äußerungen des Ministers für Energie und natürliche Ressourcen, Alparslan Bayraktar, wonach katarisches Gas über die Türkei nach Europa transportiert werden könnte, kam eine Antwort aus Katar. Das katarische Außenministerium bezeichnete die in den Medien verbreiteten Behauptungen über Gaslieferungen nach Europa als „Gerüchte“ und erklärte, dass die Priorität des Landes in der Hilfe für das syrische Volk liege.

Minister Bayraktar hatte in einer Erklärung vom 4. Januar geäußert, dass der Transport von katarischem Gas über die Türkei nach Europa möglich sein könnte, sofern ein sicheres Transportsystem in Syrien etabliert und regionale Stabilität gewährleistet werde. Der Sprecher des katarischen Außenministeriums, Majed bin Mohammed Al-Ansari, wies diese Behauptungen jedoch entschieden zurück.

''LEDIGLICH MEDIENSPEKULATIONEN''

Al-Ansari erklärte, dass die Medienberichte reine Spekulation seien und sagte: „Wir haben keinerlei Arbeiten bezüglich einer Gasversorgung nach Europa über Syrien und die Türkei. Der Fokus von Doha liegt derzeit darauf, dem syrischen Volk humanitäre und technische Hilfe zu leisten.“ Zudem betonte er, dass Katar keine Erklärungen zu Energieprojekten dieser Art abgegeben habe.

Al-Ansari fügte hinzu, dass Katar seine humanitäre Hilfe in Gebieten wie dem internationalen Flughafen Damaskus fortsetzen werde und man entschlossen sei, technische Unterstützung für den Wiederaufbau der Infrastruktur zu leisten. Er stellte jedoch klar, dass es keinen konkreten Plan für eine Gasversorgung gebe.

KATAR-TÜRKEI-PROJEKT STEHT SEIT JAHREN AUF DER AGENDA

Die Idee, katarisches Gas über die Türkei nach Europa zu transportieren, wird bereits seit 2009 diskutiert. Dieses Projekt wurde jedoch von der damaligen syrischen Regierung abgelehnt. Als Land mit den drittgrößten Erdgasreserven der Welt ist Katar mit Stand November 2024 nach den USA und Australien der drittgrößte Exporteur von Flüssigerdgas (LNG).