Esenyurt-Bürgermeister Ahmet Özer mit eindringlicher Botschaft zu seiner Inhaftierung: Unser Wunsch überwindet die Gitterstäbe

Der inhaftierte Esenyurt-Bürgermeister Prof. Dr. Ahmet Özer äußerte sich in einem Beitrag auf seinem X-Account zu dem Verfahren, in dem er wegen „Mitgliedschaft in einer Organisation“ angeklagt ist. Özer erklärte: „Unser Wunsch nach Frieden ist eine Kraft, die über die Gitterstäbe hinausgeht.“

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Der Bürgermeister von Esenyurt, Özer, erinnerte daran, dass er nach seiner am 30. Oktober 2024 begonnenen Inhaftierung am 14. Juli 2025 unter gerichtlicher Aufsicht freigelassen wurde und dass bei der Anhörung am 3. November 2025 die Maßnahme des „Ausreiseverbots aus Istanbul“ aufgehoben wurde.

Ahmet Özer teilte mit, dass die Staatsanwaltschaft ihr Plädoyer zur Sache eingereicht habe und die nächste Anhörung für den 23. Januar 2026 angesetzt sei.

„Niemand sollte die Hoffnung verlieren“, betonte Özer und fügte hinzu: „Auch wenn das Plädoyer der Anklagebehörde dem Geist des Prozesses widerspricht, ist die Entscheidung des Gerichts von Bedeutung. Ich glaube daran, dass ich in diesem Fall freigesprochen werde – nicht weil es einen Friedensprozess gibt, sondern weil ich unschuldig bin und kein Mitglied einer Organisation.“

Ahmet Özer betonte, dass eine rechtskonforme Entscheidung nicht nur für ihn persönlich, sondern auch für das Vertrauen der Gesellschaft in die Justiz wichtig sei, und erklärte weiter:

„Frieden ist mein wichtigstes Anliegen. Da ich mich in einer 12 Quadratmeter großen Zelle befinde, werde ich meine Verteidigung weiterhin mit der Sprache des Friedens führen. Unser Wunsch nach Frieden ist eine Kraft, die über die Gitterstäbe hinausgeht. Dafür muss die Erwartung der Gesellschaft erfüllt werden, indem man so schnell wie möglich von politischen Operationen absieht, zur Rechtsstaatlichkeit zurückkehrt und die Demokratie mit all ihren Institutionen und Regeln wiederbelebt.“