„Eskort-Skandal“ bei der Diyanet im türkischen Parlament: Verteidigung mit „Es können Fehler passieren“

Nachdem die Vorwürfe über Unregelmäßigkeiten innerhalb der Türkisch-Islamischen Union in Österreich (ATİB), die als „Eskort-Skandal“ bekannt wurden, auf die Tagesordnung des türkischen Parlaments (TBMM) gebracht wurden, gab die Diyanet bekannt, dass das betroffene Personal entlassen wurde.

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Die Vorwürfe über Unregelmäßigkeiten innerhalb der Türkisch-Islamischen Union in Österreich (ATİB) mit Sitz in Wien wurden im türkischen Parlament (TBMM) thematisiert.

ERKLÄRUNG BEI DER KOMMISSIONSSITZUNG

Wie die Zeitung BirGün berichtet, äußerte sich der stellvertretende Präsident für religiöse Angelegenheiten (Diyanet), Fatih Mehmet Karaca, während einer Kommissionssitzung im Parlament zu dem Thema. Karaca erklärte, dass der Vorfall, der 2025 an die Öffentlichkeit gelangte, eigentlich auf das Jahr 2019 zurückgehe.

Zum Prozess sagte Karaca: „Aufgrund einer Beschwerde, die zwar 2025 auf die Tagesordnung kam, aber bereits 2019 bei unserer Behörde einging, wurde durch unsere Abteilung für Beratung und Inspektion ermittelt und das Arbeitsverhältnis aller in den Vorfall verwickelten Mitarbeiter beendet.“

„ERFORDERLICHE SCHRITTE WURDEN EINGELEITET“

Karaca betonte, dass die Diyanet eine Untersuchung zu den Vorwürfen eingeleitet habe und dass während des gesamten Prozesses die notwendigen verwaltungs- und disziplinarrechtlichen Schritte unternommen worden seien. Karaca sagte: „Es wurde in jeder Phase alles getan, was im Hinblick auf die Verwaltungs- und Disziplinarvorschriften erforderlich war.“

Darüber hinaus erklärte Karaca, dass die Verbindungen zu den mit den Vorwürfen in Verbindung stehenden Personen und Institutionen gekappt wurden, und äußerte sich zur Funktionsweise des Systems.

„ES KÖNNEN FEHLER PASSIEREN“

Karaca äußerte sich wie folgt: „Daher können leider, auch wenn es nicht gewollt ist, dort, wo Menschen arbeiten, Fehler passieren. Wenn diese Fehler festgestellt werden, kommt es keinesfalls infrage, diese zu vertuschen oder Ähnliches zu tun.“

WAS WAR PASSIERT?

Die zuvor öffentlich gewordenen Vorwürfe konzentrierten sich auf Unregelmäßigkeiten, die sich angeblich innerhalb der in Wien ansässigen ATİB ereignet haben sollen. Die betreffenden Vorwürfe hatten in der Öffentlichkeit für großes Aufsehen gesorgt.

In dem als „Eskort-Skandal“ bezeichneten Vorfall wurde behauptet, dass ein Teil der Einnahmen des Vereins für Unterhaltungslokale und „Eskort-Dienste“ verwendet worden sei. Zudem gehörte zu den Vorwürfen, dass diese Ausgaben, um sie der Kontrolle zu entziehen, unter Posten wie „Aufenthaltsgenehmigungskosten für Imame“ verbucht worden seien.