Fatih Altaylı kritisiert 'Staatstrauer' und 'Schweigeminute': 'Ihr habt es übertrieben'
Der Journalist Fatih Altaylı kritisierte die Anordnung einer dreitägigen Staatstrauer für Palästina sowie die darauffolgende Schweigeminute an Schulen.
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Der Journalist Fatih Altaylı reagierte auf die Ausrufung einer dreitägigen Staatstrauer in der Türkei nach dem Tod zahlreicher Menschen bei der Bombardierung eines Krankenhauses in Palästina während des laufenden Krieges mit Israel sowie auf die anschließende Anordnung einer Schweigeminute an Schulen mit den Worten: "Ihr habt es übertrieben".
"Wir trauern natürlich um jeden unschuldigen Toten, um jeden Zivilisten, der einem Angriff zum Opfer fällt, und um jedes Kind, dessen Zukunft ausgelöscht wird, und natürlich blutet unser Herz", sagte Altaylı und fügte hinzu: "Aber übertreiben wir es nicht ein wenig! Zuerst haben wir drei Tage Staatstrauer ausgerufen. Um ehrlich zu sein, hat es mir nicht gefallen, eine Staatstrauer für diejenigen auszurufen, die bei unserem Erdbeben-Leid nicht einmal einen Tag lang getrauert haben. Aber wir sagten uns: 'Lassen wir die Menschlichkeit bei uns', mit der gewohnt reifen Haltung dieser Nation. Und jetzt soll an den Schulen morgens auch noch eine Schweigeminute 'für die in Palästina Verstorbenen' abgehalten werden! Ich finde, jetzt habt ihr es übertrieben."
Altaylı schrieb weiter: "Wäre es nicht ein größeres Verdienst, wenn ihr statt solcher Aktionen ein Flugzeug oder ein Schiff organisieren und diejenigen, die das Volk aufhetzen, allen voran Halil Konakçı, nach Gaza schicken würdet, damit sie dort kämpfen!"