Fatih Altaylı mit scharfer Kritik an der 'Ausreisegebühr': 'Ohne unsere Abgaben, wie soll dieses Ansehen gewahrt werden...'

Fatih Altaylı thematisierte in seiner Kolumne die Berichte über eine geplante Erhöhung der Ausreisegebühr von 150 Lira auf 3.000 Lira. Er erinnerte daran, dass die Ausreisegebühr während der Krise von 2001 eingeführt wurde, und stellte fest: „Das bedeutet, dass unsere Wirtschaft selbst während der Krise von 2001 in einem besseren Zustand war und besser verwaltet wurde.“

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Der Vorschlag der Finanzverwaltung (Gelir İdaresi Başkanlığı), die dem Ministerium für Schatz und Finanzen unterstellt ist, die Ausreisegebühr von 150 TL auf 3.000 TL zu erhöhen und diese jährlich an den Neubewertungsindex anzupassen, hat in der Öffentlichkeit für Diskussionen gesorgt.

Der Journalist Fatih Altaylı, der diesen massiven Anstieg in seiner Kolumne aufgriff, betonte, dass es sich hierbei um eine Reisebeschränkung handele und sagte: "Während wir darüber diskutieren wollten, ob die Passgebühr 'verfassungsmäßige Freiheiten' einschränkt, steht nun auch noch dieser Unsinn auf der Tagesordnung."

AUFRUF AN DIE OPPOSITION

Altaylı wies darauf hin, dass die Türkei das Land mit den höchsten Passgebühren sei und Reisende zudem Visagebühren zahlen müssten. Er forderte die Opposition dazu auf, das Thema der 'Ausreisegebühr' vor das Verfassungsgericht zu bringen.

Altaylı erinnerte daran, dass die Ausreisegebühr während der Krise von 2001 eingeführt wurde, und schrieb in seinem Artikel:

"Natürlich ist diese Forderung nach einer schrecklichen Steuererhöhung gleichzeitig ein Eingeständnis der Hilflosigkeit der Regierung und des katastrophalen Zustands, in den sie das Land gebracht hat. Denn diese Steuer wurde im Jahr 2001 eingeführt, als sich die Wirtschaft des Landes in der schlechtesten Verfassung befand. Und damals wurde sie mit 50 US-Dollar angewendet. Das bedeutet, dass unsere wirtschaftliche Lage heute noch schlechter ist als 2001 und wir dieses Geld wohl dringender brauchen, da eine Erhöhung auf 100 Dollar gefordert wird. Und es bedeutet, dass unsere Wirtschaft selbst während der Krise von 2001 in einem besseren Zustand war und besser verwaltet wurde.

Nun, wir können Ecevit natürlich nicht mit Erdoğan vergleichen. Sicherlich wird heute mehr Geld benötigt. Unter Ecevit gab es keine Boeing 747, A 340, A 330 Regierungsflugzeuge, deren Abheben Millionen Dollar kostete, oder Mercedes-Flotten. Ohne unsere Abgaben, wie soll dieses 'Ansehen' gewahrt werden!"