Fatih Altaylıs Abrechnung mit Yılmaz Güney: Man wird nicht zum Mörder, wenn man Türke ist, und zum politischen Gefangenen, wenn man Kurde ist!

Der Journalist Fatih Altaylı äußerte sich zu den Debatten um Yılmaz Güney, die anlässlich seines Todestages erneut entbrannt sind.

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Der Journalist Fatih Altaylı reagierte auf diejenigen, die die Kritik an dem Regisseur und Schauspieler Yılmaz Güney bezüglich Gewalt gegen Frauen und Mord mit seiner kurdischen Identität in Verbindung bringen. Altaylı kommentierte: "Wenn man jemanden in einem Nachtclub erschießt, spielt es keine Rolle, ob man Türke, Kurde, Japaner oder Ugander ist. Man ist ein Mörder." 

Altaylı kommentierte die Debatten um Yılmaz Güney an dessen Todestag wie folgt:

"Wenn man nicht wegen seiner Ideen, sondern wegen eines begangenen Mordes im Gefängnis sitzt, wird man nicht zum Mörder, wenn man Türke ist, und zum politischen Gefangenen, wenn man Kurde ist. Auch wenn man Japaner oder Ugander ist, ändert das nichts an der Situation.

Im Gegenteil: Wenn man in solchen Fällen die Angelegenheit je nach Ethnie oder Rasse unterschiedlich bewertet, handelt man rassistisch.

Seit Jahren führt das Verhalten von İbrahim Tatlıses gegenüber Frauen, die Tatsache, dass eine Person, die mit ihm stritt, sofort von einem seiner Angehörigen erschossen wurde, und dass seine Ex-Partnerinnen zu verschiedenen Zeiten angeschossen wurden, dazu, dass Tatlıses kritisiert wird. Tatlıses ist ebenfalls Kurde. Sind diejenigen, die ihn kritisieren, etwa 'antikurdisch'?!

Warum wird es dann mit dem Kurdentum in Verbindung gebracht, wenn man Yılmaz Güney für ähnliche oder sogar noch schlimmere Verbrechen kritisiert!"