Fatih Erbakan zur İmralı-Erklärung: „Wir sagen Ja zum Lösungsprozess“
Der Vorsitzende der Yeniden Refah Partisi (YRP), Fatih Erbakan, äußerte sich zum Besuch von Vertretern der DEM-Partei bei PKK-Anführer Abdullah Öcalan auf İmralı. In seiner Stellungnahme sagte er: „Wenn Öcalan einen Aufruf zur Niederlegung der Waffen tätigen will, wäre es angemessen, dies von İmralı aus zu tun.“
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Die Nachwirkungen des Besuchs der DEM-Politiker Pervin Buldan und Sırrı Süreyya Önder auf İmralı, wo sie mit dem PKK-Anführer Abdullah Öcalan zusammentrafen, halten an. Eine Bewertung des Treffens kam nun auch vom Vorsitzenden der Yeniden Refah Partisi, Fatih Erbakan. Erbakan betonte, dass die Ansprechpartner die Menschen in der Region seien, und erklärte: „Es gibt politische Parteien. Es gibt politische Parteien, die an Wahlen teilnehmen können, und solche, die dieses Recht nicht haben. Es gibt Nichtregierungsorganisationen. Es gibt legitime Institutionen und Organisationen, die die Menschen dieser Region vertreten. Es gibt Meinungsführer, es gibt Stämme. Man sollte sich mit all diesen zusammensetzen, ebenso wie mit Wissenschaftlern und Akademikern. Es gibt Denker. Es gibt führende Vertreter der Presse und Medien. Man sollte mit diesen führenden Persönlichkeiten, die die soziokulturelle Struktur dieser Region widerspiegeln, zusammenkommen, verhandeln und die legitimen Forderungen erfüllen.“
„NATÜRLICH SAGEN WIR JA ZUM LÖSUNGSPROZESS“
Erbakan äußerte, dass es angemessen sei, wenn Öcalan seinen Aufruf von İmralı aus tätige, und fügte hinzu:
„Es sollten die notwendigen Arbeiten durchgeführt werden, um die Rechte unserer Menschen in der Region zu gewähren, ohne dabei die einheitliche Struktur und die territoriale Integrität der Türkei zu gefährden. Wenn Abdullah Öcalan jedoch einen Aufruf an die Organisation zur ‚Niederlegung der Waffen‘ richten will, wäre es angemessen, dies von seinem derzeitigen Aufenthaltsort, İmralı, aus zu tun. Wenn ein solcher Aufruf getätigt werden soll, können wir natürlich nicht sagen: ‚Nein, das soll nicht geschehen, so etwas ist nicht nötig.‘ Aber es ist von entscheidender Bedeutung, dass der Lösungsprozess grundsätzlich mit den Menschen in der Region und der dortigen Bevölkerung geführt wird. Natürlich ist ein ‚Lösungsprozess‘ in der Region auf die Tagesordnung gekommen. Was sagen wir dazu? Wir sagen natürlich ‚Ja‘ zum Lösungsprozess, damit die Forderungen unserer Geschwister in der Region erfüllt werden und sie im Osten dieselben Rechte genießen wie unsere Menschen im Westen.“