Fatih Portakal antwortet auf Kritik: 'Ich laufe keinem Fehler hinterher'
Fatih Portakal, der nach seinen Kommentaren zur Festnahme von Barış Pehlivan, Serhan Asker und Seda Selek auf Kritik stieß, hat auf die Vorwürfe reagiert. Portakal wies Kommentare wie „Du hast dir den Botschafterposten gesichert“ und „Haben sie dich auch gekauft?“ zurück und betonte, dass er stets der Wahrheit folge.
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Fatih Portakal, der nach seinen Kommentaren in den Sözcü-Hauptnachrichten zur Festnahme der Journalisten Barış Pehlivan, Serhan Asker und Seda Selek kritisiert wurde, hat auf seinem YouTube-Kanal auf die gegen ihn gerichteten Reaktionen geantwortet. Portakal, der insbesondere von Halk TV und vielen anderen Seiten ins Visier genommen wurde, erklärte, dass er die Wahrheit verteidige und keinem Fehler hinterherlaufen werde.
''MEIN BESTER FREUND IST DIE WAHRHEIT''
Angesichts der Kritik verwies Portakal auf ein Zitat von Platon: „Mein bester Freund ist die Wahrheit und Sokrates. Müsste ich mich zwischen beiden entscheiden, würde meine Wahl auf die Wahrheit fallen.“
Portakal stellte fest, dass die Bürger sich stärker für die Boulevard-Aspekte der Ereignisse interessierten: „Sowohl in der Politik als auch bei anderen Themen ist der Boulevard-Teil gefragter. Aber ich werde nicht aufhören, das zu sagen, was ich für richtig halte.“
''ICH LAUFE KEINEM FEHLER HINTERHER''
Portakal betonte, dass er die Kritiker verstehe: „Wir sind wie eine Wassermelone gespalten. Selbst wenn ein Fehler gemacht wird, wird er nur deshalb unterstützt, weil man auf derselben Seite steht. Aber ich laufe keinem Fehler hinterher. Wenn ich das täte, könnte ich die Wahrheit nicht finden.“
Auf den Kommentar eines Zuschauers, „Du hast dir den Botschafterposten gesichert“, reagierte Portakal lachend: „Es ist wichtig, wie viel Wissen wir haben.“ Auf die Reaktion eines anderen Zuschauers, „Haben sie dich auch gekauft?“, antwortete er: „Das ist auch ein interessanter Ansatz.“
''ES GIBT EIN GEMEINSAMES VERFAHREN GEGEN UNS''
Fatih Portakal erinnerte daran, dass er ein gemeinsames Verfahren mit Barış Pehlivan und Barış Terkoğlu habe: „Wir haben am 29. Mai eine Anhörung. Sie haben geschrieben, ich habe es verkündet. Wegen des Buches 'Cendere' wurde ein Verfahren gegen uns eingeleitet. Ich weiß, dass einer der Anwälte von Präsident Erdoğan die Anzeige erstattet hat.“
Portakal betonte, dass er Pehlivan und Terkoğlu gut kenne: „Beide sind gute Journalisten. Ich kann sagen, sie sind bessere Journalisten als ich. Aber auch ich finde mich im Fernsehjournalismus gut. Nachhaltigkeit ist mir wichtig. Ich habe 11 Jahre bei FOX gearbeitet und nur einmal eine Strafe erhalten. Der RTÜK hat viele Ermittlungen eingeleitet, aber alle wurden zurückgewiesen.“
''NACH TCK EINE STRAFTAT''
Portakal äußerte sich auch zu dem Vorfall, der zur Festnahme von Pehlivan und Asker führte: „Der Grund, warum sie vor der Staatsanwaltschaft stehen, ist, dass jemand eine Rede ohne Erlaubnis aufgezeichnet, veröffentlicht und jemanden zur Zielscheibe gemacht hat. Diese Dinge sind im türkischen Strafgesetzbuch (TCK) als Straftaten definiert. Es gibt das Konzept 'off the record'. Dies gilt in den journalistischen Berufsethikregeln. Auch ich war überrascht, als ich diese Aufnahmen sah. Ich sagte: 'Wie konnte Halk TV das veröffentlichen?' und habe das kritisiert.“
Portakal erklärte, dass er die Art der Festnahme nicht für richtig halte: „Man muss sie nicht unbedingt unter Polizeiaufsicht aus dem Sender abholen. Man lädt sie vor, und sie kommen. Es war nicht nötig, dies mit polizeilicher Gewalt zu tun.“
''MANCHE HABEN OHNE WISSEN REAGIERT''
Portakal äußerte, dass er die Kritik an seiner Person verstehe: „Manche haben reagiert, ohne das Thema vollständig zu kennen, nur aus ihrer Betroffenheit heraus. Ich verstehe sie auch, aber ich möchte unabhängig berichten. Ich bin jemand, den die Gegenseite nicht mag. Ich gehe meinen eigenen Weg und entscheide mich für den dritten Weg.“