Fehler des Juweliers kostet 100.000 Lira
In einem Juweliergeschäft in Gaziantep kam es aufgrund eines Berechnungsfehlers zu einer Überzahlung von 100.000 TL an ein Paar, das Gold verkaufen wollte. Durch den fehlerhaften Vorgang erhielten die Kunden 473.990 TL statt der eigentlich korrekten 373.990 TL; der Vorfall wurde von Überwachungskameras aufgezeichnet.
İHA
Der Vorfall ereignete sich am Mittag des 18. Oktober 2023 in einem Juweliergeschäft in der Gaziler Caddesi im Stadtteil Alaybey im Bezirk Şahinbey. Berichten zufolge erschien ein junges Paar in dem Geschäft, um Gold in Form von zwei Sets, bestehend aus Ohrringen, Ringen, Halsketten und einem Armband mit einem Gesamtgewicht von 190 Gramm, zu verkaufen.
Der Mitarbeiter Yaşar Karakaş, der die Transaktion für das junge Paar abwickelte, vergaß, das Leergewicht der Waage abzuziehen, auf die er das Gold gelegt hatte. Dadurch berechnete er das 190 Gramm schwere Gold fälschlicherweise als 250,61 Gramm und zahlte 473.990 TL statt 373.990 TL aus. Die Momente wurden von Überwachungskameras festgehalten, während das junge Paar das Geschäft nach Erhalt des Geldes verließ.
"STATT 373.990 TL ZU ZAHLEN, HABE ICH 473.990 TL AUSGEZAHLT"
Als bei der abendlichen Abrechnung die Differenz auffiel, überprüfte Karakaş die Aufnahmen der Überwachungskamera und stellte fest, dass das Paar zu viel Geld erhalten hatte.
Der Juwelier-Mitarbeiter Yaşar Karakaş schilderte den Vorfall wie folgt: "Unsere Kunden kamen, um Gold zu verkaufen. Nachdem ich die Transaktion durchgeführt hatte, habe ich bei der Auszahlung etwa 100.000 TL zu viel gegeben. Ich habe versehentlich ein Bündel zu viel ausgehändigt. Es handelte sich dabei um ein Bündel aus 200-Lira-Banknoten.
Sie haben zwei separate Sets verkauft, die zusammen etwa 190 Gramm wogen. Der Gesamtbetrag belief sich auf 373.990 TL. Wir haben jedoch statt 373.990 TL aufgrund einer Fehlberechnung 473.990 TL ausgezahlt. Das ist mir in dem Moment nicht aufgefallen", sagte er.
"UNSERE UNKONZENTRIERTHEIT KOSTET 100.000 LIRA"
Karakaş erklärte, dass solche Vorfälle meist dann passieren, wenn man schnell handeln möchte, um die Kunden nicht warten zu lassen: "Es liegt weniger an der Arbeitsbelastung als vielmehr an unserer eigenen Unaufmerksamkeit.
Denn wir führen am Tag sehr viele Transaktionen durch. Wir sind auch nur Menschen. Unsere Konzentration lässt nach und uns entgeht etwas. Das kann zu großen Beträgen führen. An dem Tag, an dem mir dieser Fehler unterlief, habe ich zum Beispiel tausend Transaktionen abgewickelt. Wäre es bei einer anderen passiert, hätte es vielleicht um tausend Lira gehen können, aber hier traf es eben diesen Betrag. Es entstand ein Fehlbetrag von 100.000 Lira.
Wenn man so viele Transaktionen bearbeitet, lässt die Aufmerksamkeit nach, man starrt auf den Bildschirm. Die Zahlen können durcheinandergeraten. Bei einem Moment der Unachtsamkeit – da unser Geschäft mit Geld zu tun hat – ist das nicht so, als wäre man ein Gemüsehändler, der eine Tomate zu viel gibt, oder ein Kellner, der ein Glas fallen lässt und zerbricht.
Deren Unachtsamkeit kostet ein Glas oder eine Tomate. Unsere Unachtsamkeit kostet 100.000 Lira. Unsere Bitte an die Person ist, dass sie mit dem Geld zu uns zurückkehrt, denn 100.000 Lira sind eine große Summe.
Wir nehmen an, dass sie in dem Moment selbst nicht bemerkt haben, dass sie 100.000 Lira zu viel erhalten haben; höchstwahrscheinlich war ihnen das in dem Augenblick nicht bewusst. Sobald sie die Nachricht sehen, werden sie es bemerken. Wir bitten sie, uns das Geld zurückzubringen, sobald sie den Bericht sehen", fügte er hinzu.
Nachdem Karakaş den Fehler bemerkt hatte, versuchte er, das junge Paar anhand der Überwachungskameraaufnahmen ausfindig zu machen, und bat Bürger, die die Personen kennen, sich bei ihnen zu melden.