Fernas Madencilik-Arbeiter im Parlament: Fokus auf verfassungsmäßige Rechte

Der stellvertretende CHP-Fraktionsvorsitzende Gökhan Günaydın hat eine parlamentarische Anfrage an den Minister für Arbeit und soziale Sicherheit, Vedat Işıkhan, bezüglich der Fernas Madencilik-Arbeiter gestellt, die wegen ihrer Gewerkschaftszugehörigkeit entlassen wurden. Günaydın wies auf das verfassungsmäßige Recht auf gewerkschaftliche Organisierung hin und stellte dem Minister Fragen zu Druckausübung und Entlassungen gegenüber den Arbeitern.

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Der stellvertretende CHP-Fraktionsvorsitzende Gökhan Günaydın hat die Situation von sieben Arbeitern, die bei Fernas Madencilik – einem Unternehmen im Besitz des AKP-Abgeordneten für Batman, Ferhat Nasıroğlu – aufgrund ihrer Mitgliedschaft in der Gewerkschaft Bağımsız Maden-İş entlassen wurden, auf die Tagesordnung der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM) gebracht.

In einer parlamentarischen Anfrage, die der Minister für Arbeit und soziale Sicherheit, Vedat Işıkhan, beantworten soll, fragte Günaydın, ob das in Artikel 51 der Verfassung verankerte Recht auf gewerkschaftliche Organisierung verletzt wurde.

FOKUS AUF VERFASSUNGSMÄSSIGE RECHTE

Günaydın wies in seiner Anfrage auf Artikel 51 der Verfassung hin, der das Recht auf gewerkschaftliche Organisierung regelt, und stellte Minister Işıkhan folgende Fragen:

Ist die Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft kein verfassungsmäßiges Recht?

Ist die Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft ein Verbrechen?

Ist die Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft nicht das natürlichste Bürgerrecht eines jeden Arbeitnehmers?

Auf welcher gesetzlichen Grundlage können Unternehmenschefs Druck auf gewerkschaftlich organisierte Arbeiter ausüben und diese entlassen?

Kann die Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft und die Forderung nach besseren Arbeitsbedingungen ein Grund für eine Entlassung sein?

GEWERKSCHAFTLICHE RECHTE UND UNTERSUCHUNGSANFORDERUNGEN

Günaydın fragte nach Daten darüber, wie viele Arbeiter im letzten Jahr aufgrund der Ausübung ihres Rechts auf gewerkschaftliche Organisierung entlassen wurden, und erinnerte daran, dass die gewerkschaftliche Organisationsrate in der Türkei nach wie vor auf einem niedrigen Niveau liegt.

Der CHP-Abgeordnete Günaydın, der nach Bemühungen zur Verbesserung gewerkschaftlicher Rechte fragte, verlangte von Minister Işıkhan zudem Antworten auf folgende Fragen:

Wie viele Untersuchungen und Ermittlungen wurden im letzten Jahr gegen verantwortliche Unternehmen eingeleitet, um die Rechte der Arbeiter wiederherzustellen und ihre gewerkschaftliche Organisierung zu gewährleisten?

Welche Sanktionen wurden infolge der von Ihrem Ministerium durchgeführten Inspektionen verhängt?

Wie viele Strafanzeigen wurden gegen Unternehmen erstattet, die Arbeiter rechtswidrig entlassen haben, um gewerkschaftliche Aktivitäten zu verhindern? Welche Maßnahmen wurden gegen diese Arbeitgeber ergriffen?