Flüchtlingsboot vor der Küste Tunesiens gesunken: 13 Tote, 27 Vermisste
Beim Kentern eines Bootes mit sudanesischen Migranten vor der Küste Tunesiens kamen 13 Menschen ums Leben, 27 weitere werden vermisst.
İHA
Vor der Küste der Stadt Chebba in der tunesischen Region Mahdia ist ein Boot mit 42 sudanesischen Migranten gekentert.
Behörden teilten mit, dass die leblosen Körper von 13 Personen geborgen wurden, die von dem Boot stammten, das von Djebiniana in der Region Sfax aus in See gestochen war. 27 Personen werden vermisst, 2 konnten gerettet werden.
Während Ermittlungen wegen des Verdachts auf Menschenschmuggel eingeleitet wurden, dauern die Sucharbeiten nach den Vermissten an.
Tunesien und Libyen gelten als bevorzugte Ausgangspunkte für Tausende irreguläre Migranten, die ihr Leben riskieren, um in der Hoffnung auf ein besseres Leben nach Europa zu gelangen.
Statistiken zufolge haben die tunesischen Behörden in den ersten 11 Monaten des Jahres 2023 69.963 irreguläre Migranten aufgegriffen. Diese Zahl ist doppelt so hoch wie die Anzahl der im gleichen Zeitraum des Jahres 2022 aufgegriffenen Migranten.
Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration kamen im Jahr 2023 bei dem Versuch, das zentrale Mittelmeer zu überqueren, mehr als 2.270 Menschen ums Leben; dies entspricht einem Anstieg der Todesfälle um 60 Prozent im Vergleich zu 2022.