Fotos von Folter an Kahraman aufgetaucht

Kameraaufnahmen belegen die Misshandlungen, denen der an Multipler Sklerose leidende Tayfun Kahraman während eines Krankentransports aus dem Silivri-Gefängnis, wo er seit 32 Monaten inhaftiert ist, ausgesetzt war. Auf der Aufzeichnung ist zu sehen, wie sich Kahraman mit zu eng angelegten Handschellen minutenlang vor Schmerzen krümmt. Gegen die Verantwortlichen wurde keine Ermittlungserlaubnis erteilt.

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Es sind Aufnahmen aufgetaucht, die zeigen, wie der Gezi-Park-Häftling Tayfun Kahraman während eines Krankentransports misshandelt wurde und einen Schwächeanfall erlitt. Murat Sabuncu teilte in seiner Kolumne bei T24 die Bilder, die den Moment festhalten, in dem Kahraman aufgrund seiner MS-Erkrankung ins Krankenhaus gebracht wurde und dabei im Gefängnistransporter Misshandlungen ausgesetzt war.

Sabuncu erinnerte daran, dass trotz eines ärztlichen Attests über die Misshandlungen und der vorliegenden Aufnahmen keine Ermittlungserlaubnis gegen die Beamten erteilt wurde. Laut Sabuncu heißt es in der Beschwerdeschrift von Kahramans Anwalt:

HANDSCHELLEN WAREN ZU ENG

„Als dem Mandanten wie üblich die Handschellen angelegt werden sollten, legte das zuständige Gendarmeriepersonal diese zunächst so fest an, dass der Mandant den Gendarmen bat, die Handschellen etwas zu lockern, da sie zu eng seien. Diese Bitte wurde vom zuständigen Gendarmeriebeamten an seinen Vorgesetzten weitergeleitet. Nachdem dieser keine positive Antwort gab, wurden die Handschellen anstatt sie zu lockern, noch fester angezogen. Auf diese Weise wurde der Mandant aus der Justizvollzugsanstalt gebracht und musste die Fahrt bis zur Pause (etwa 25 Minuten) mit den Handgelenke einschnürenden Handschellen fortsetzen. Dass die Handschellen so fest angezogen waren, dass sie körperliche Schäden verursachten, ist durch die eingereichten Aufnahmen der Fahrzeugkamera, das ärztliche Protokoll vom 28.08.2024 sowie den forensischen Untersuchungsbericht vom 30.08.2024 belegt.“