Freispruch für Levent Gültekin im Prozess wegen 'Beleidigung des Präsidenten'
Der Journalist Levent Gültekin wurde in dem Verfahren, in dem er wegen "Beleidigung des Präsidenten" angeklagt war, freigesprochen. Das Gericht entschied, dass die von Gültekin verwendeten Äußerungen nicht als Straftatbestand gewertet werden können.
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Der Journalist Levent Gültekin wurde in dem Prozess, in dem er wegen des Vorwurfs der "Beleidigung des Präsidenten" angeklagt war, freigesprochen. Das 49. Strafgericht erster Instanz in Istanbul entschied in dem Verfahren, das nach einer Strafanzeige aufgrund von Gültekins Äußerungen in einer Halk-TV-Sendung vom 10. September 2021 eingeleitet worden war, dass die Aussagen nicht als Beleidigungsdelikt gewertet werden können.
Wie MLSA berichtet, wurde das Verfahren nach einer Anzeige beim Kommunikationszentrum der Präsidentschaft (CİMER) eingeleitet. In der Anzeige wurde behauptet, Gültekin habe gesagt, dass Geistliche den AKP-Vorsitzenden und Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan erziehen könnten. Das Gericht folgte jedoch dem Freispruchsantrag der Staatsanwaltschaft und entschied, dass Gültekin im Rahmen seiner journalistischen Tätigkeit und seines Rechts auf Kritik gehandelt habe und keine Absicht zur Beleidigung vorgelegen habe.
In seiner Verteidigung während der Verhandlung erklärte Gültekin, dass die fraglichen Äußerungen lediglich eine philosophische Interpretation darstellten und keinesfalls eine beleidigende Absicht verfolgten. Seine Anwältin Yağmur Yaşar betonte, dass die Äußerungen als Ganzes betrachtet werden müssten und ein einzelner herausgegriffener Satz nicht die Bedeutung der gesamten Rede verändern könne. Unter Berücksichtigung dieser Argumente entschied das Gericht auf Freispruch des Journalisten.