Führerscheinentzug und Bußgelder bis zu 180.000 TL: Neues Verkehrsgesetz überraschend auf Eis gelegt!

Der Gesetzentwurf, der auf mehr Disziplin im Straßenverkehr abzielte und die Bußgelder drastisch erhöhen sollte, wurde überraschend auf Eis gelegt. Es wird erwartet, dass die Regelung nach den Haushaltsberatungen erneut auf die Tagesordnung des Parlaments kommt.

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Der Gesetzentwurf, der hohe Bußgelder und Sanktionen für Verkehrsverstöße vorsah, wurde vorübergehend ausgesetzt. Die betreffende Regelung sollte eigentlich in der vergangenen Woche in der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM) beraten werden. Aufgrund einer Änderung des Zeitplans wird jedoch erwartet, dass der Vorschlag erst nach den Haushaltsberatungen erneut behandelt wird.

Innenminister Ali Yerlikaya hatte in den vergangenen Tagen wichtige Erklärungen zur neuen Ära im Straßenverkehr abgegeben. Yerlikaya hatte betont, dass Fahrer zu mehr Vorsicht angehalten werden und Verstöße, die die Sicherheit gefährden, abschreckend bestraft werden sollen.

Dem Entwurf zufolge sollten bei Überschreitung der Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h in sensiblen Bereichen wie Schulen und Krankenhäusern harte Sanktionen verhängt werden.

Demnach sollten:

  • bei 76 km/h der Führerschein für 30 Tage,
  • bei 86 km/h für 60 Tage,
  • bei 96 km/h für 90 Tage entzogen werden.

Zudem sollten Fahrer, die innerhalb eines Jahres fünfmal die Geschwindigkeitsbegrenzung überschreiten, an einen Psychiater überwiesen werden.

REKORD-BUẞGELDER FÜR GEFÄHRLICHES FAHREN

Der neue Gesetzesvorschlag sah auch Rekordstrafen für gefährliches Verhalten wie „Drängeln“, „Fahren in der Gegenrichtung“ und „Straßensperrungen“ vor.

  • Das Bußgeld für Drängeln in Wohngebieten wurde auf 90.000 TL und 60 Tage Führerscheinentzug festgelegt,
  • das Bußgeld für das Fahren in der Gegenrichtung auf einer Einbahnstraße auf 10.000 TL,
  • das Bußgeld für das Fahren in der Gegenrichtung auf einer geteilten Straße auf 20.000 TL,
  • das Bußgeld für das Fahren in der Gegenrichtung auf einer Autobahn auf 90.000 TL und 60 Tage Führerscheinentzug.

Für das Blockieren von Straßen bei Hochzeitskonvois waren ebenfalls 90.000 TL Bußgeld und 60 Tage Führerscheinentzug vorgesehen. Für das Blockieren von Straßen auf Brücken, in Tunneln und auf Viadukten sollten 180.000 TL Bußgeld, 120 Tage Führerscheinentzug und ein Verkehrsverbot verhängt werden.

46.000 TL BUẞGELD FÜR FAHRER, DIE KEINE GASSE FÜR KRANKENWAGEN BILDEN

Auch die Sanktionen für Fahrer, die Rettungswagen, Feuerwehr- und Polizeifahrzeugen mit Vorrang keine freie Bahn lassen, wurden verschärft. Fahrern, die diesen Verstoß begehen, sollten 46.000 TL Bußgeld, 30 Tage Verkehrsverbot und Führerscheinentzug drohen.

Darüber hinaus sollten die Führerscheine von Fahrern, bei denen innerhalb von fünf Jahren zweimal festgestellt wird, dass sie Rettungswagen oder Feuerwehrfahrzeugen keine Vorfahrt gewährt haben, vollständig entzogen werden.