Gab sich als MİT-Abteilungsleiter aus und ergaunerte 20 Millionen Lira

Bei einem Betrugsfall in Istanbul verlor die 69-jährige Nuriye Nevra O. 20 Millionen Lira an einen Betrüger, der sich als Abteilungsleiter des türkischen Geheimdienstes MİT ausgab.

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In Istanbul wurde die 69-jährige Nuriye Nevra O. von einem Betrüger, der sich als Abteilungsleiter des MİT ausgab, in eine perfide Falle gelockt. Die Betrüger riefen Nuriye Nevra O. telefonisch an und versetzten sie in Panik, indem sie behaupteten: "Sie sind der Beihilfe und Unterstützung der FETÖ schuldig." Der Betrüger behauptete gegenüber Nuriye Nevra O., dass ein Verfahren gegen sie eingeleitet worden sei und ihre Identitätsdaten kopiert wurden, und forderte unter dem Vorwand, ihr helfen zu wollen, Geld.

Nuriye Nevra O., die in Bakırköy wohnt, glaubte den Aussagen der Betrüger und erlitt einen massiven finanziellen Schaden. Die Betrüger sagten zu Nuriye Nevra O.: "Sie benutzen ByLock und sind der Beihilfe und Unterstützung der FETÖ schuldig. Es wurde ein Verfahren gegen Sie eröffnet. Wir wissen, dass Sie ein Opfer sind." Zudem verbreiteten sie Lügen darüber, dass ihre Identitäts- und Führerscheindaten kopiert worden seien und über ihren Namen Geldwäsche betrieben werde.

Anschließend vereinbarten die Betrüger mit Nuriye Nevra O. einen Treffpunkt für die Geldübergabe. Sie gewannen das Vertrauen der Frau, indem sie sagten: "Die Person, die das Geld abholt, mag etwas beängstigend wirken, aber Sie brauchen keine Angst zu haben."

20 MILLIONEN LIRA AN DIE BETRÜGER ÜBERGEBEN

An zwei verschiedenen Tagen traf sich Nuriye Nevra O. mit den Betrügern und übergab ihnen insgesamt etwa 20 Millionen TL in bar. Nachdem sie nach einiger Zeit bemerkte, dass sie betrogen worden war, versuchte sie, den Schock zu verarbeiten, und erstattete Anzeige gegen die Verdächtigen.

POLIZEI NUTZTE KAMERAAUFNAHMEN

Im Rahmen der von der Generalstaatsanwaltschaft Bakırköy eingeleiteten Ermittlungen werteten Polizeiteams Hunderte von Aufnahmen der Sicherheitskameras aus. Als Ergebnis dieser Untersuchungen identifizierten die Teams den Verdächtigen als Bozan Y. und verfolgten seine Spur. Auch der Taxifahrer, der Bozan Y. zum Treffpunkt gefahren hatte, identifizierte den Verdächtigen. Bei einer Operation wurde Bozan Y. festgenommen und inhaftiert.

5 BIS 14 JAHRE HAFT GEFORDERT

In der von der Staatsanwaltschaft erstellten Anklageschrift wurde für Bozan Y. wegen "Vortäuschen eines öffentlichen Amtes" und "rechtswidriger Erlangung personenbezogener Daten" eine Freiheitsstrafe von 5 bis 14 Jahren gefordert.