12 Jahre alter Mordfall mit 'Narin'-Methode gelöst: Waren es der Sohn und der Bruder?
Der Mord an Arif M. vor 12 Jahren in Diyarbakır wurde durch eine Analyse der Funkzellendaten gelöst. Der Sohn, der Bruder und der Neffe des Täters wurden festgenommen und werden sich wegen "vorsätzlicher Tötung" vor Gericht verantworten müssen.
12punto
Der Mord an Arif M., der vor 12 Jahren im Landkreis Silvan in Diyarbakır begangen wurde, konnte durch eine eingegrenzte Funkzellenanalyse aufgeklärt werden, die bereits im Fall Narin Güran Anwendung fand. Arif M. wurde nach seinem Verschwinden am 8. März 2013 vergraben im Landkreis Bismil aufgefunden.
VOR 12 JAHREN BEGANGENER MORD AUFGEKLÄRT
Die Gendarmerie konnte durch die eingegrenzte Funkzellenanalyse die Telefonsignale des Sohnes, des Bruders und des Neffen des Täters identifizieren. Bei einer durchgeführten Operation wurden B.M., M.M. und M.E.M. festgenommen und werden nun wegen "vorsätzlicher Tötung" angeklagt.
2013 VERLIESS ER SEIN HAUS UND GALT ALS VERMISST
Nachdem Arif M. (57) am 8. März 2013 sein Haus im Stadtviertel Yeşilbahçe verlassen hatte und kein Lebenszeichen mehr von ihm kam, meldeten ihn seine Angehörigen als vermisst. Auf die Meldung hin leiteten die Einsatzkräfte Suchmaßnahmen ein, um Arif M. zu finden.
VERGRABEN IN EINEM BACHBETT GEFUNDEN
Während der laufenden Sucharbeiten wurde der leblose Körper von Arif M. am 10. März 2013 von einem Hirten in einem Bachbett im Stadtviertel Alibey im Landkreis Bismil vergraben aufgefunden.
Bei der Obduktion des mit Schlafanzügen bekleideten Arif M. wurde festgestellt, dass er durch eine Schusswaffe getötet wurde.
Die Generalstaatsanwaltschaft Bismil leitete eine Untersuchung zum Tod von Arif M. ein.
Im Rahmen der Ermittlungen wurden von der Gendarmerie drei Verdächtige festgenommen, die mit dem Vorfall in Verbindung gebracht wurden.
Die Verdächtigen wurden nach ihrer Vernehmung bei der Gendarmerie dem Gericht überstellt und nach der Befragung durch die Staatsanwaltschaft wieder freigelassen.
Gegen die Verdächtigen wurde ein Verfahrenseinstellungsbeschluss erlassen.
METHODE AUS DEM FALL NARIN GÜRAN KAM IN DEN SINN
Während die Ermittlungen andauerten, wurde 2021 zur Aufklärung des Mordes ein Team gebildet, das sich aus Personal der Gendarmerie-Tatortgruppe, der Abteilung für Schmuggel- und organisierte Kriminalität sowie der Abteilung für öffentliche Sicherheit unter Koordination des Gendarmerie-Kriminalermittlungsteams (JASAT) der Provinzgendarmerie zusammensetzte.
Während das Team seine Arbeit fortsetzte, rückte die eingegrenzte Funkzellenanalyse in den Fokus, die bei den Ermittlungen zum Mord an der 8-jährigen Narin Güran verwendet wurde, die am 21. August 2024 im Stadtviertel Tavşantepe im zentralen Landkreis Bağlar verschwand und deren Leiche am 8. September im Bach Eğertutmaz gefunden wurde.
Die Gendarmerieeinheiten beantragten die Durchführung einer eingegrenzten Funkzellenanalyse, um die Täter von Arif M. zu identifizieren und zu fassen.
Der von einem Sachverständigen erstellte Bericht zur eingegrenzten Funkzellenanalyse wurde fertiggestellt und den Ermittlungsakten hinzugefügt.
TELEFONE DES SOHNES, DES BRUDERS UND DES NEFFEN WAREN AM FUNDORT DER LEICHE EINGELOGGT
Im Bericht wurden folgende Feststellungen getroffen:
"Es wurde festgestellt, dass Arif M. am 8. März 2013 vor dem Abschalten seines Telefons um 12.13 Uhr zuletzt in seinem Wohnort oder dessen Umgebung eingeloggt war, dass B.M. (Sohn) am selben Tag um 13.21 Uhr in der Nähe des Wohnortes von M.M. (Bruder) war, während sich M.M. in seinem eigenen Wohnort befand und ihre Funkzellen bis 17.00 Uhr übereinstimmten, was darauf hindeutet, dass sie zusammen waren. Am 10. März 2013 zwischen 07.22 und 07.52 Uhr wurde festgestellt, dass die Telefone von B.M. und M.M. sowie das von M.E.M. (Neffe) genutzte Mobiltelefon gemeinsam in der Funkzelle am Fundort der Leiche und dessen Umgebung eingeloggt waren. Es wird davon ausgegangen, dass das von F.Z. genutzte Mobiltelefon ebenfalls in einer Funkzelle in der Nähe des Fundortes der Leiche eingeloggt war."
3 PERSONEN FESTGENOMMEN
Aufgrund dieser Erkenntnisse wurden bei einer Operation der Gendarmerie am 3. Dezember 2024 Arif M.s Sohn B.M. (31), sein Bruder M.M. (55) und sein Neffe M.E.M. (43) sowie F.Z. (46) und H.M. (66) festgenommen.
Die Verdächtigen wurden nach ihrer Vernehmung bei der Gendarmerie dem Gericht überstellt.
Die Verdächtigen F.Z. und H.M. wurden nach ihrer Befragung durch die Staatsanwaltschaft wieder freigelassen.
Die Verdächtigen B.M., M.M. und M.E.M. wurden vom zuständigen Bereitschaftsgericht wegen "vorsätzlicher Tötung" in Untersuchungshaft genommen.