Aufnahmen des Verdächtigen, der Falyalıs ehemaligen Finanzchef tötete, aufgetaucht: Hier sind die Bilder!
Cemil Önal, der angeblich eine Zeit lang die Finanzgeschäfte von Halil Falyalı führte, welcher 2022 in der Türkischen Republik Nordzypern (TRNZ) einem Attentat zum Opfer fiel, wurde in einem Hotel in den Niederlanden erschossen. Die niederländische Polizei hat nun Aufnahmen des Angreifers veröffentlicht.
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Cemil Önal, der zeitweise als „Finanzchef“ von Halil Falyalı bezeichnet wurde, wurde am Donnerstag, dem 1. Mai, in einem Hotel im niederländischen Rijswijk bei Den Haag Opfer eines bewaffneten Angriffs. Önal erlitt schwere Verletzungen und verstarb noch am Tatort.
Die niederländische Polizei, die nach dem Vorfall Ermittlungen einleitete, teilte gestern ein Foto des Verdächtigen, der den Angriff verübt haben soll, mit der Öffentlichkeit.
In der polizeilichen Erklärung wurde beschrieben, dass es sich bei dem Verdächtigen um einen Mann handelt, der etwa 1,80 Meter groß ist, eine normale bis kräftige Statur hat, einen Bart trägt und schwarz gekleidet war. Zudem wurde mitgeteilt, dass der Verdächtige höchstwahrscheinlich schwarze Sportschuhe mit weißer Sohle der Marke Adidas trug.
ER GEHÖRTE ZU FALYALIS ENGEREM KREIS
Cemil Önal gehörte zum engen Umfeld des Casinobetreibers Halil Falyalı, der 2022 auf Zypern ermordet wurde. Er selbst hatte behauptet, eine Zeit lang die Finanzgeschäfte von Falyalı geleitet zu haben.
Nach dem Attentat auf Falyalı wurde gegen Önal ein Haftbefehl erlassen, woraufhin er aus der Türkei floh und im Ausland Zuflucht suchte.
Önal wurde im Dezember 2023 in den Niederlanden gefasst, jedoch trotz eines Auslieferungsersuchens der Türkei nicht in das Land überstellt. Das Gerichtsverfahren in den Niederlanden war noch im Gange.
VORWÜRFE SCHLUGEN EIN WIE EINE BOMBE
Zuletzt sorgte Önal durch ein Interview mit der nordzyprischen Journalistin Ayşemden Akın für Aufsehen. In dem Gespräch, das unter dem Titel „Halil Falyalı lebt“ in der Zeitung Bugün Kıbrıs veröffentlicht wurde, erhob Önal äußerst brisante Vorwürfe.
In dem besagten Interview behauptete Önal, dass Falyalı Beziehungen zu einigen Bürokraten, Politikern und deren Angehörigen in der Türkei unterhielt, dass diese Beziehungen durch Erpressungsvideos aufrechterhalten wurden und dass bestimmte Ermittlungsakten gegen Bestechungsgelder geschlossen wurden. In diesen Vorwürfen fiel auch der Name des engen Umfelds von Außenminister Hakan Fidan.
REAKTION DES AUSSENMINISTERIUMS
Nachdem diese Vorwürfe in der Presse aufgegriffen wurden, gab das Außenministerium eine schriftliche Stellungnahme ab. Das Ministerium erklärte, dass die erhobenen Anschuldigungen „vollkommen unwahr“ seien und bezeichnete sie als „systematische Verleumdungskampagne“.