Aussagen von Levent Gültekin bei der Polizei bekannt geworden
Levent Gültekin wurde wegen des Vorwurfs der „Verbreitung irreführender Informationen für die Öffentlichkeit“ im Zusammenhang mit einer Sendung auf seinem YouTube-Kanal festgenommen. Gültekins Aussagen bei der Polizei sind nun bekannt geworden.
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Der Journalist Levent Gültekin wurde aufgrund von Äußerungen in einer Sendung auf seinem YouTube-Kanal wegen des Vorwurfs der „öffentlichen Verbreitung irreführender Informationen“ festgenommen.
Gültekin wurde um 01:20 Uhr von Beamten der Sicherheitsabteilung in einem Café in Bebek festgenommen und zur Istanbuler Polizeidirektion gebracht. Gültekins Anwalt, Çağrı Çetin, erklärte in einer Stellungnahme, dass sein Mandant festgenommen und zur Polizeidirektion in der Vatan Caddesi überstellt worden sei.
AUSSAGEN BEI DER POLIZEI
Der Grund für Gültekins Festnahme waren Erklärungen, die er in einem am 17. Dezember 2025 veröffentlichten YouTube-Video abgegeben hatte.
In seiner Aussage bei der Polizei sagte er: „Ich habe das Video am 17. Dezember 2025 in den Abendstunden an meinem Wohnsitz aufgenommen. Ich erinnere mich an den gesamten Inhalt des Videos, aber es wurden keine strafrechtlich relevanten Elemente festgestellt.“ Gültekin betonte, dass es sich bei dem betreffenden Video lediglich um einen politischen Kommentar handele und er niemanden beleidigt habe. „In meinem Video beleidige ich niemanden, ich kommentiere lediglich aktuelle Ereignisse. Es gibt keine konkreten Beweise dafür, welche irreführenden Informationen ich verbreitet haben soll“, sagte er.
Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wird erwartet, dass Gültekin nach seiner Aussage der Justiz überstellt wird. Dieser Prozess ist ein weiteres Kapitel in der Reihe rechtlicher Probleme, mit denen Gültekin in den letzten Jahren konfrontiert war.
Levent Gültekin war bereits 2021 mit dem Vorwurf der Beleidigung von Präsident Erdoğan konfrontiert. Das 49. Strafgericht erster Instanz in Istanbul entschied jedoch nach dem Prozess, dass Gültekins Äußerungen nicht den Tatbestand der Beleidigung erfüllten, und sprach ihn am 25. Februar 2025 frei. Das Gericht hatte festgestellt, dass Gültekin im Rahmen seiner journalistischen Identität und seines Rechts auf Kritik gehandelt habe und keine Absicht zur Beleidigung vorgelegen habe.
Der betreffende Fall war aufgrund einer Anzeige beim Kommunikationszentrum der Präsidentschaft (CİMER) eröffnet worden. In der Anzeige wurde behauptet, Gültekin habe Äußerungen dahingehend gemacht, dass Geistliche Präsident Erdoğan „erziehen“ könnten.
Das Gericht folgte jedoch dem Freispruchsantrag des Staatsanwalts und betonte, dass Gültekins Erklärungen innerhalb der Grenzen der Kritik lägen und keine Beleidigungsabsicht enthielten.