Ayşenur und İkbal wurden ermordet: Neue Entwicklung im Fall Sur! Familie ergreift Maßnahmen
Die Familie Halil hat gegen die Einstellung des Verfahrens gegen Semih Çelik, der in Istanbul İkbal Uzuner und Ayşenur Halil tötete und anschließend Suizid beging, Einspruch eingelegt. Die Familie erklärte, dass die Ermittlungen oberflächlich geführt wurden und wichtige digitale Beweise nicht ausgewertet worden seien.
12punto
Im Mordfall von İkbal Uzuner und Ayşenur Halil in Istanbul hatte das Gericht das Verfahren eingestellt. Gegen diese Entscheidung legte die Familie von Ayşenur Halil Einspruch ein, mit der Begründung, dass nicht einmal das Telefon ihrer Tochter entsperrt wurde und die Ermittlungen oberflächlich geführt wurden.
Wie Atakan Irmak von der Zeitung Sabah berichtet, wird in der Einspruchsschrift, die von der Anwältin Betül Zağlı Topal im Namen des Nebenklägers Yusuf Halil beim Istanbuler Friedensstrafgericht eingereicht wurde, betont, dass die Ermittlungen unvollständig und oberflächlich durchgeführt wurden. Insbesondere wurde hervorgehoben, dass das Mobiltelefon der bei dem Vorfall ums Leben gekommenen Ayşenur Halil nicht entsperrt und keine kritischen digitalen Beweise gesichert wurden.
"DRITTPERSONEN WURDEN NICHT UNTERSUCHT"
Die Familie von Ayşenur Halil, die gegen die Entscheidung Einspruch erhob, forderte die Aufhebung der Einstellung des Verfahrens und die Durchführung effektiver Ermittlungen mit den Worten: "Die Ermittlungen wurden unvollständig und oberflächlich geführt. Die Daten auf dem Computer des Mörders wurden vor der Tat gelöscht; er handelte geplant. Drittpersonen wurden nicht untersucht. Sein Telefon wurde bis heute nicht gefunden."
"BEWEISE WURDEN NICHT AUSREICHEND GEPRÜFT"
In der Einspruchsschrift wurde darauf hingewiesen, dass die Daten auf dem Computer des Tatverdächtigen Semih Çelik vor der Tat gelöscht wurden, was auf starke Anzeichen für ein geplantes Vorgehen des Täters hindeutet.
Zudem wurde erklärt, dass Çelik am Tag des Vorfalls telefoniert habe, sein Telefon jedoch am Tatort nicht gefunden werden konnte.
Ein weiterer Punkt, der in der Eingabe besonders hervorgehoben wurde, ist das Fehlen ausreichender Untersuchungen zu möglichen Drittpersonen, die mit dem Vorfall in Verbindung stehen könnten. Es blieb unklar, wer das Telefon des Tatverdächtigen an sich genommen hat, ob die Kameraaufzeichnungen vom Tatort geprüft wurden und ob die Beweise durch BTK-Aufzeichnungen (Informations- und Kommunikationstechnologiebehörde) gestützt wurden.
Die Familie betonte zudem, dass die Unfähigkeit, das Telefon von Ayşenur Halil zu entsperren, von entscheidender Bedeutung für die Aufklärung des Falls sei.