Beängstigende Aussage eines Experten nach dem Erdbeben in Muğla! 'Ein Erdbeben der Stärke 8,5...'
Nach dem Erdbeben der Stärke 6,0 vor der Küste von Muğla erinnerte Prof. Dr. Süleyman Pampal daran, dass die Region historisch gesehen Erdbeben mit einer Stärke von bis zu 8,5 erlebt hat. Pampal erklärte, dass ein großes Erdbeben in der Subduktionszone keine Überraschung wäre, wies auf das Tsunami-Risiko hin und betonte, dass die Küstenregionen dringend auf Erdbeben vorbereitet werden müssen.
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Nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde AFAD ereignete sich gestern Nacht ein Erdbeben der Stärke 6,0, dessen Epizentrum im Mittelmeer lag und das 155 Kilometer vom Bezirk Datça in Muğla entfernt registriert wurde. Das Beben, das sich in einer Tiefe von 20,41 Kilometern ereignete, war auch in den umliegenden Provinzen zu spüren.
"EIN GROSSES ERDBEBEN WÄRE KEINE ÜBERRASCHUNG"
Prof. Dr. Süleyman Pampal, der nach dem Beben in einer Live-Sendung von CNN Türk zu Gast war, erklärte, dass das Beben in der Region wissenschaftlich gesehen ein erwartetes Ereignis sei. Pampal sagte: "Dies ist die Grenze zwischen der afrikanischen und der eurasischen Platte. In dieser Region gab es in der historischen Zeit sieben sehr zerstörerische Erdbeben nach Christus. Dies sind große Beben, die Stärken von 8 bis 8,5 erreichen. Wenn es hier zu einem großen Beben kommt, wäre das absolut keine Überraschung, wir wären nicht erstaunt."
Pampal betonte, dass die Region, in der das Beben stattfand, keine gewöhnliche Verwerfungslinie sei, sondern eine Subduktionszone. "Die afrikanische Platte taucht hier nach Norden unter die Ägäis ab. Dieser Vorgang löst vulkanische Aktivitäten aus. Dieselbe Situation haben wir bereits früher in der Umgebung von Santorin erlebt", erklärte er.
TSUNAMI-RISIKO
Prof. Dr. Pampal sagte, dass die großen Erdbeben, die in der Vergangenheit in dieser Region aufgetreten sind, nicht nur Erschütterungen, sondern auch sekundäre Katastrophen wie Tsunamis mit sich gebracht hätten. Er warnte: "In der Vergangenheit kam es auf den Inseln und an den Küsten Südwestanatoliens zu Schäden durch Tsunamis."
Der Experte wies darauf hin, dass sich das Erdbebengebiet auf einer ausgedehnten und gefährlichen Verwerfungslinie befindet, die vom hellenischen Bogen bis zum Zypernbogen reicht. "Diese Linie verläuft südlich von Muğla und erstreckt sich unter Zypern bis nach Hatay. Sie ist auch mit der Ostanatolischen Verwerfung verbunden, an der sich die Erdbeben vom 6. Februar ereigneten", sagte er.
"ERDBEBEN WERDEN ANHALTEN"
Pampal beantwortete auch die Frage, ob es sich bei dem Beben um ein Vorbeben handelte: "Nennen wir es nicht Auslöser, sondern eher eine Vorwarnung. Die Antwort auf die Frage, ob es ein Erdbeben geben wird, lautet 'Ja'. Diese Geografie ist eine Plattengrenzzone, Erdbeben sind unvermeidlich."
Pampal betonte, dass die Auswirkungen eines Erdbebens weniger von der Stärke als vielmehr von den Bodeneigenschaften abhingen: "Die Wirkung eines Erdbebens hängt mehr von der Beschaffenheit des Bodens ab als von der Entfernung. Auch wenn es weit weg ist, kann es eine erhebliche Beschleunigung erzeugen", sagte er. Er erklärte, dass Küstenregionen wie Datça, Bodrum und Fethiye daher einem ernsthaften Risiko ausgesetzt seien.
WARNUNG FÜR DIE REGION: SEIEN SIE VORBEREITET
Abschließend richtete sich Prof. Dr. Pampal an die Bevölkerung der Region und betonte, dass eine Vorbereitung auf Erdbeben unerlässlich sei: "In dieser Region kann es zu zerstörerischen Erdbeben kommen. Unsere Küsten könnten ernsthafte Schäden erleiden. Deshalb müssen unbedingt Vorsichtsmaßnahmen getroffen und die Region erdbebensicher gemacht werden."