Bericht des Kandilli-Observatoriums zum Erdbeben in Istanbul
Das Kandilli-Observatorium der Boğaziçi-Universität betonte in seinem Bericht nach dem Erdbeben der Stärke 6,2 im Marmarameer am 23. April, dass sich die Nachbeben auf ein Gebiet von 15 bis 20 Kilometern konzentrierten und dass man sich von einsturzgefährdeten Gebäuden fernhalten solle.
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Nach dem Erdbeben der Stärke 6,2, das sich am 23. April in Istanbul ereignete, veröffentlichte das Kandilli-Observatorium und Erdbebenforschungsinstitut der Boğaziçi-Universität einen Bericht mit dem Titel „Informationshinweis zum Erdbeben im Marmarameer“. In dem Bericht wurde bekannt gegeben, dass nach dem Beben 445 Nachbeben in der Region registriert wurden.
ZWEI HAUPTNACHBEBEN EREIGNETEN SICH
Dem Bericht des Kandilli-Observatoriums zufolge ereigneten sich nach dem ersten großen Beben zwei bedeutende Nachbeben der Stärke 5,2 in der Region. Die Intensität der Nachbeben wurde insbesondere in einem 15 bis 20 Kilometer langen Gebiet zwischen dem mittleren Marmarameer und dem Kumburgaz-Segment beobachtet.
In dem Bericht, in dem darauf hingewiesen wurde, dass das Erdbeben nicht nur in der Marmararegion, sondern auch in den umliegenden Provinzen stark zu spüren war, wurde erklärt, dass der instrumentelle Intensitätswert am Epizentrum MMI 8 erreichte und in den Siedlungsgebieten bis auf Stufe V anstieg.
Das Kandilli-Observatorium gab an, dass die während des Erdbebens aufgezeichneten Beschleunigungswerte untersucht wurden und die spektralen Beschleunigungswerte, denen die Strukturen ausgesetzt waren, deutlich unter dem in den Erdbebenvorschriften zugrunde gelegten Entwurfsspektrum lagen. Dies wurde dahingehend bewertet, dass die Gebäude insgesamt weniger Schäden erlitten haben.
TSUNAMI-WARNUNG AUSGEGEBEN UND AUFGEHOBEN
Es wurde bekannt gegeben, dass sechs Minuten nach dem Erdbeben eine Tsunami-Warnmeldung an die AFAD in unserem Land sowie an andere Länder in der Region, die dem System angehören, gesendet wurde. Während die Warnung durch Beobachtungen bestätigt wurde, wurde um 16:53 Uhr mitgeteilt, dass die Tsunami-Gefahr vorüber sei und die Warnung offiziell beendet wurde.
NACHBEBEN WERDEN ANHALTEN
Das Kandilli-Observatorium warnte davor, dass die Nachbeben in der Region noch einige Zeit anhalten werden. Es wurde insbesondere unterstrichen, dass man sich von Gebäuden fernhalten sollte, die als risikobehaftet eingestuft wurden.